
Der reichste Einwohner der Schweiz, Klaus-Michael Kühne, ist tot. Der Deutsche prägte die Logistikwelt, wie kaum ein anderer.
Der Multimilliardär Klaus-Michael Kühne ist verstorben.
Der Topmanager verstarb in der Nacht auf Montag im Alter von 89 Jahren, wie das deutsche «Manager Magazin» unter Berufung auf die Familie berichtete und muula.ch auch aus Familien-nahen Kreisen bestätigt bekam.
Breitgefächertes Portfolio
Seit Jahrzehnten lebte Kühne in der Schweiz in Schindellegi (SZ), wo auch seine Stiftung sowie sein Logistikkonzern Kühne & Nagel domiziliert sind.
Kühne war Verwaltungsratsmitglied und Mehrheitsbesitzer des Logistikanbieters.
Doch der Unternehmer investierte auch in Immobilien sowie in die Lufthansa-Gruppe, zu der die Schweizer Premiumfluggesellschaft Swiss gehört. Auch dem Fussballklub seiner Heimatstadt Hamburg hielt er stets die Treue.
Und in die Reederei Hapag-Lloyd investierte er, um sie vor Asiaten zu retten.
Nazi-Vergangenheit beleuchtet
In jüngster Vergangenheit sorgte Kühne immer wieder für Schlagzeilen.
So verhob er sich bei Investitionen um den Immobilienguru René Benko.
Auch kritisierte er regelmässig die Swiss wegen ihres Etikettenschwindels um den Einsatz osteuropäischer Crews.
Hinzu kam unlängst das Kapitel der Nazi-Vergangenheit seiner Familie, welche «Der Spiegel» neu beleuchtete.
Seinem Motto treu bleiben
Der kinderlose Kühne hat seine Milliarden in einer Stiftung verwaltet, die nun treuhänderisch für ihn einspringt.
Viel Geld wird dabei wieder in die Weiterentwicklung der Logistik investiert. Er blieb seinem Motto sowie seiner deutschen Heimat in gewisser Weise treu.
Kühne beantragte nie das Schweizer Bürgerrecht, sondern hatte über Jahrzehnte «nur» eine Niederlassungsbewilligung in der Schweiz.
24.08.2026/kut./Meldung ausgebaut



