Preise für Wohneigentum nehmen neuen Anlauf

Wohnungen mit Balkonen
Stockwerkeigentum verteuert sich bis zu 6 Prozent. (Bild: pixabay)

Wohneigentum wird in der Schweiz teurer und teurer. Besonders gefragt sind Eigentumswohnungen in einer ganz bestimmten Gegend des Landes.

Die Nullzinsen der Schweizerischen Nationalbank SNB haben nicht nur positive Seiten.

Viele Investoren und Firmen jubeln zwar, dass die Finanzierungskosten niedrig sind. Doch genau dies heizt die Nachfrage bei Immobilien an.

Teuerung innerhalb weniger Monate

Wie stark die Wellen verlaufen, gab das Bundesamt für Statistik BFS am Donnerstag zum Wohnmarkt bekannt.

Der Schweizerische Wohnimmobilienpreisindex (IMPI) sei im 1. Quartal 2026 im Vergleich zum Vorquartal um weitere 1,5 Prozent gestiegen, hiess es da.

IMPI laut BFS

Auf nationaler Ebene zogen binnen nur drei Monaten sowohl die Preise für Einfamilienhäuser mit einem Plus von 1,1 Prozent als auch jene für Eigentumswohnungen mit einem Plus von 1,8 Prozent an.

Am stärksten seien die Wohneigentumspreise in den städtischen Gemeinden einer grossen Agglomeration gestiegen, erklärten die Statistiker. Der Zuwachs habe bei +3,1 Prozent gelegen.

Alte Höchststände in Sichtweite

Die Teuerung bei Schweizer Wohnimmobilien tritt aber nicht nur zum Vorquartal, sondern auf Jahressicht besonders in Erscheinung.

Im 1. Quartal 2026 betrug die Gesamtinflation zum Vorjahresquartal immerhin +4,7 Prozent.

Quartalsveränderungen beim IMPI laut BFS

Bei Eigentumswohnungen legten die Preise in städtischen Gemeinden einer kleinen beziehungsweise ausserhalb einer Agglomeration mit +6,0 Prozent am stärksten zu.

Bei städtischen Gemeinden in mittelgrossen Agglomerationen habe die Teuerung bei Appartements immerhin noch bei +5,4 Prozent gelegen, hiess es im weiter im BFS-Communiqué.

Der Preisaufschwung innerhalb von nur 12 Monaten ist also durchaus stattlich. Insgesamt lag das Plus bei Eigentumswohnungen in der Schweiz bei 4,8 Prozent.

Preisschub auf dem Lande

Einfamilienhäuser verteuerten sich binnen Jahresfrist in der Schweiz um 4,6 Prozent.

In städtischen Gemeinden einer grossen Agglomeration, wie Zürich oder Genf, betrug der Preisauftrieb sogar 5,9 Prozent.

Rund 50 Prozent der Transaktionen, welche die Statistiker beobachten, finden in grossen und mittelgrossen Agglomerationen statt.

Doch selbst in ländlichen Gegenden stieg die Nachfrage binnen zwölf Monaten so stark an, dass die Preise für Einfamilienhäuser um 5,3 Prozent zulegten.

Transaktionsanteile beim IMPI laut BFS

Niedrige beziehungsweise Nullzinsen sind für ein Land also nicht nur ein Segen.

Die Grafik der Veränderungsraten des BFS zeigt, wie nahe der Immobilienboom bereits wieder an der jüngsten Inflationsphase im Jahr 2021 heranreicht.

01.05.2026/kut.

Preise für Wohneigentum nehmen neuen Anlauf

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