
Die Personalabgänge in der Führung des Aryzta-Konzerns nehmen kein Ende. Alles konzentriert sich bei dem Backwarenhersteller auf eine Person.
In börsenkotierten Firmen gibt es klare Regeln, wer welche Aufgaben hat.
Auch die Verteilung von Macht ist nach den Prinzipien für gute Unternehmensführung definiert.
VRP sprang ein
Doch beim Backwarenkonzern Aryzta scheinen solche Sachen gar keine Rolle zu spielen.
Erst trat der Konzernchef Michael Schai nach kurzem Intermezzo überraschend zurück und Verwaltungsratspräsident (VRP) Urs Jordi sprang erneut operativ in die Bresche.
Nachfolge unklar
Am heutigen Freitag teilte der an der Schweizer Börse SIX kotierte Backwarenkonzern auch noch überraschend mit, dass Finanzchef Martin Huber das Unternehmen nach fünf Jahren verlassen werde.
Der CFO nehme eine andere Herausforderung ausserhalb von Aryzta an und ein geordneter Übergabeprozess sei sichergestellt, hiess es weiter.
Zu gegebener Zeit werde die Nachfolge bekanntgegeben, was verdeutlicht, dass der erneute Managementwechsel analog zum CEO-Abgang plötzlich kam.
Strategie als Hauptaufgabe
Aryzta hatte Ende Oktober die Schliessung zweier Werke in Deutschland bekanntgegeben, um die Kostensituation zu verbessern.
Darum muss sich nun quasi auch noch Konzernchef, Verwaltungsratspräsident und Finanzverantwortlicher Jordi kümmern.
Die Schweizer Prinzipien für gute Unternehmensführung sehen da eigentlich anderes vor. Ein VRP ist nicht für das Operative, sondern die Strategie da.
06.11.2026/kut.




