
Die Schweizer liessen sich bisher ihre Kauflaune trotz vieler Hiobsbotschaften kaum verderben. Doch dies ändert sich – besonders wegen einer Sache.
Die Stimmung unter den Schweizer Verbrauchern hat sich auf einen Schlag deutlich verschlechtert.
Sämtliche Faktoren negativ
Der Index der Konsumentenstimmung sank im Oktober gegenüber dem Vormonat um fast 9 Zähler auf −45 Punkte, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco am Freitag bekanntgab.
Alle vier Teilindizes des Barometers zur Kauflaune der Schweizer bei Migros, Coop, Manor, Globus & Co. gingen zurück.
Exorbitante Preisschübe wirken
Besonders die Beurteilung der Finanzlage spielte nicht mit, wie aus den Angaben des Seco hervorgeht. Im Rückblick sackte der Indikator für die «vergangene Finanzlage» binnen eines Monats um rund 12 Zähler auf -54 Punkte ab.
Dies war ein historisch schlechter Wert.

Auch die «erwartete Finanzlage» sah plötzlich nicht rosig aus. Der Teilindex ging um rund 14 Zähler auf -45 Punkte zurück.
Der Blick ins Portemonnaie sah und sieht mit steigender Teuerung, exorbitanten Krankenkassenprämien, Benzin- und Dieselpreisexplosionen & Co. also trüb aus.
Dies macht sich auch bei grösseren Anschaffungen, wie Autos oder Möbeln, bemerkbar. Dieser Teilindex verschlechterte sich innerhalb eines Monats um rund 6 Punkte auf -33 Zähler.
Konstante Wirtschaftsentwicklung
Der Index zur Konsumentenstimmung brach auch 8 Punkte gegenüber dem Vorjahreswert ein.
Unter dem Niveau von Oktober 2025 lagen die Teilindizes «Vergangene Finanzlage», «erwartete Finanzlage» und «Zeitpunkt für grössere Anschaffungen».

Kaum verändert habe sich dagegen der Teilindex «erwartete Wirtschaftsentwicklung», erklärte das Seco.
US-Wahlen wirken stabilisierend
Obwohl sich also die Ökonomie gut entwickelt, sehen die Finanzen und die Lust auf grössere Anschaffungen schwach aus.
Eigentlich entwickelt sich die Weltwirtschaft nicht schlecht und viele Staatsdiener, Mediziner, Angestellte von Pharmaunternehmen & Co. bekämen bei einer Konjunktureintrübung kaum weniger Salär.
Mit den Wahlsiegen der Demokraten in den USA erwarten Experten zudem, einen stabileren Kurs von den Vereinigten Staaten, weil US-Präsident Donald Trump nicht mehr so grössere Sprünge in seinen Entscheidungen machen kann.
06.11.2026/kut.




