Transitverkehr geht deutlich zurück

Lastwagen auf einer Autobahn
Immer mehr Schwertransporte auf Schweizer Autobahnen. (Symbolbild: pixabay)

Transporte innerhalb der Schweiz stellen im Güterverkehr auf Strassen das wichtigste Segment dar. Ein «Übeltäter» bereitet aber deutlich weniger Sorgen.

Im Schweizer Güterverkehr lässt sich eine interessante Entwicklung feststellen.

Während die Transportleistungen der entsprechenden Fahrzeuge zwischen 2000 und 2024 um 23 Prozent zugenommen haben, sei die Anzahl der von ihnen gefahrenen Fahrzeugkilometer um rund 3 Prozent zurückgegangen.

Lenkungsabgabe wirkt

Dies teilte das Bundesamt für Statistik BFS am heutigen Dienstag mit.

Doch diese scheinbar widersprüchliche Entwicklung erkläre sich durch den Anstieg der mittleren Ladegewichte von 5,6 auf 7,1 Tonnen im gleichen Zeitraum, was wiederum eine Folge der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) sowie der schrittweisen Erhöhung der Gewichtslimite von 28 auf 40 Tonnen sei.

Entwicklung der Transportleistung laut BFS

Der starke Anstieg der Transportleistungen im vergangenen Vierteljahrhundert ist aber nicht auf immer mehr Durchgangsverkehr zurückzuführen, wie man vermuten könnte.

Bogen um die Schweiz

Verglichen mit dem Jahr 2000 sei bei allen Verkehrsarten eine Steigerung der Transportleistung feststellbar – ausser beim Transit, erklärten die Statistiker.

Dieser sei von 2011 bis 2020 deutlich zurück und habe sich seither stabilisiert. Im Jahr 2024 lag der Transitverkehr etwa 9 Prozent tiefer als im Jahr 2000.

Durchquerungen der Schweiz gibt es also deutlich weniger.

Baugewerbe und Detailhandel

2024 betrug der Anteil der Binnentransporte an den Transportleistungen rund 66 Prozent.

Der Transitverkehr kam auf den Anteil von besagten 9 Prozent, während der Importverkehr auf 16 Prozent und der Exportverkehr auf 9 Prozent kamen.

Güterarten bei Schwertransporten

Eigentlich ist der Binnentransport für den Grossteil der Schwerfahrzeuge auf Schweizer Strassen verantwortlich.

Die inländischen schweren Güterfahrzeuge transportieren grösstenteils Waren, welche für die Baubranche sowie für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln wichtig seien, fanden die Statistiker heraus.

Bezogen auf die Transportleistung standen 2024 Steine und Erden an erster Stelle (2,0 Milliarden Tonnenkilometer), dicht gefolgt von Nahrungsmitteln (1,8 Milliarden Tkm). Landwirtschaftserzeugnisse und Baustoffe belegen die Plätze drei und vier (1,3 beziehungsweise 1,0 Milliarden Tkm).

Viele Leerfahrten

Rund 27 Prozent der von den inländischen schweren Güterfahrzeugen erbrachten Fahrleistung erfolgten aber ohne Ladung, wie muula.ch bereits thematisierte.

Klar, wer auf dem Hinweg Joghurts von Airolo nach Zürich oder Basel transportiert, kann auf dem Rückweg nicht plötzlich Steine und Erden laden.

Dabei besteht auch kaum noch Optimierungspotenzial. Der Anteil sei seit Jahren konstant, hiess es vom BFS.

25.08.2026/kut.

Transitverkehr geht deutlich zurück

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