
Die Schweiz ist für ausländische Arbeitnehmer attraktiv. Die Grenzgänger kommen aber vor allem aus einem Land – wegen des dortigen Arbeitsmarktes.
Über die Schweiz als attraktiven Arbeitsmarkt ist schon viel geschrieben worden.
Doch viele Menschen kommen auch in die Schweiz, weil ihre Heimatländer nicht mehr so viel hergeben.
Zuwachs von über 21 Prozent
Dies kann man besonders gut an der Grenzgängerstatistik erkennen.
Die Zahl der in der Schweiz tätigen ausländischen Grenzgänger mit Bewilligungen (Ausweis G) erhöhte sich Ende März um 1,9 Prozent auf rund 413.000.

Über die vergangenen fünf Jahre stieg die Anzahl von 341.000 im 1. Quartal 2021 auf mittlerweile besagte 413.000 im 1. Quartal 2026, erklärte das Bundesamt für Statistik BFS diese Woche zu den jüngsten Entwicklungen.
Dies entspreche einem Wachstum von 21,3 Prozent, hiess es weiter.
Nur 16 Prozent Deutsche
Doch viele Menschen in der Schweiz denken, es seien vor allem Deutsche oder Italiener, die tagtäglich hierzulande zum Arbeiten kommen.
Das BFS zeigt jedoch, dass es am meisten Franzosen sind. Aus Frankreich kommen mittlerweile fast 250.000 Personen tagtäglich zum Arbeiten in die Schweiz.
Mit 58,3 Prozent hatten mehr als die Hälfte aller Grenzgänger ihren Wohnsitz in Frankreich.
Rund 22,3 Prozent der Berufspendler wohnten in Italien und nur 16,3 Prozent kamen aus Deutschland. Vom «Grossen Nachbarn im Norden» kommen gerade einmal 67.000 Personen in die Schweiz.
Menschen stimmen mit Füssen ab
Wie die Daten verdeutlichen, legte die Zahl der Grenzgänger aus Frankreich in der Schweiz ab 2021 sprunghaft zu.
Die französische Wirtschaft stottert seither und so nehmen viele Menschen eben Reissaus. Viele Firmen stellen auch ungern neue Mitarbeiter in Frankreich ein, denn aufgrund des starren Arbeitsrechts wird man die Belegschaft kaum wieder los.
Die deutsche Volkswirtschaft hat sich langsam wieder gefangen und so steigt auch die Zahl der Arbeitsmigranten in die Schweiz nicht besonders stark.
Es ist also nicht nur die Attraktivität der Schweiz, sondern auch die Entwicklungen in den Nachbarländern haben Einfluss auf den hiesigen Arbeitsmarkt.
09.05.2026/kut.





