
Das legendäre «La Voiture Noire» soll für über 20 Millionen Franken unter den Hammer gekommen sein. Eine Schweizer Firma profitiert vom Erlös in jedem Fall.
Trotz klarem Trend zur Elektromobilität überschlagen sich derzeit die Medien für ein Auto der schlechtesten Energieeffizienzklasse G.
Europäische Spitzentechnologie
Es geht um das «La Voiture Noire», ein schwarzes Einzelstück der französischen Luxusmarke Bugatti.
Es ist ein Coupé mit dem Komfort einer Luxuslimousine und der Kraft eines Hypersportwagens, wie 2019 die Eigenwerbung des Autokonzerns lautete.
Ein 16-Zylinder-Triebwerk mit acht Litern Hubraum leistet immerhin 1500 PS sowie ein Drehmoment von 1.600 Newtonmeter, was eine technologische Spitzenleistung darstellt.

Der exklusive neue «La Voiture Noire» war eine Reminiszenz an das seit dem Zweiten Weltkrieg verschollene «La Voiture Noire» des Typ 57 SC Atlantic, Jean Bugattis berühmteste Kreation.
Unbekannter Käufer
Für 11 Millionen Euro plus Steuern hatte den Flitzer damals ein unbekannter Bieter gekauft, wie Bugatti im Jahr 2019 zum Verkauf lediglich zum Auto-Enthusiasten gekanntgegeben hatte.
Nur vier Atlantic entstanden zwischen 1936 und 1938, jeder einzelne im Detail unterschiedlich und für die Käufer individuell zusammengestellt. Drei der aussergewöhnlichen Coupés existieren noch.
Die Auslieferung des neuen «Oldtimers» war 2021 und seither rätselten Autofans, wer dieses Fahrzeug wohl besitze.
Lohnende Investition
Doch Ende vergangenen Jahres tauchte «La Voiture Noire» plötzlich auf der Verkaufsplattform SBX Cars für 27 Millionen Franken auf.
Doch wurde er nicht verkauft. Nun – so berichteten mehrere deutschen Medien dieser Tage – sei das Fahrzeug in einem diskreten Bieterverfahren in der Schweiz für 23 Millionen Franken zu haben und sei auch schon veräussert worden.

Es wäre in jedem Falle eine Wertverdopplung des einstigen Kaufpreises, also ein gutes Investment, gewesen.
Tod im August 2019
Dabei kamen aber noch mehr Details zu den Besitzern hervor.
Der Käufer 2019, welchen Bugatti in seinem Communiqué anonym umschrieb, war kein Geringerer als der einstige Patriarch des Volkswagen-Konzerns und Grossaktionär von Porsche, Ferdinand Piëch.
Der Österreicher hatte den Sportwagen offenbar für sich gekauft, doch verstarb er kurz darauf am 25. August 2019 in Rosenheim D.
Chinesen als Interessenten?
Sein Sohn, Anton Piëch, der seit Jahren in der Schweiz versucht, ein Start-up für Elektroautos mit einstigen Top-Managern der Automobilbranche aufzubauen, erbte daraufhin das legendäre Fahrzeug mit seinen sechs Auspuffrohren, welches er nun verkaufen will.
Nur schon die Nennung von Piëch Automotive hilft dem Nachwuchs nun bei seinem Ansinnen. Öffentlich ist nicht bekannt, ob das Geld in das E-Auto-Unternehmen fliesst.
Geld aus Saudiarabien
Der Sportwagen soll an Chinesen gegangen sein, was gut passen würde. China führt nämlich mittlerweile die Automobilbranche an und VW-Patron Ferdinand Piëch würde sich da wahrscheinlich im Grabe umdrehen.
Europäische Technologie war einst führend auf der Welt – und nun schafft es nicht einmal ein Piëch, bei der Elektromobilität die Oberhand zu bewahren.
Seit Jahren dümpelt die Zuger Firma laut Berichten vor sich hin und hat auch schon in Saudiarabien um Investoren geworben, wie muula.ch einst berichtete.
29.03.2026/kut.





