Epstein und die Schweizer Luxusuhren

Rückseite eine Schweizer Luxusuhr von Patek Philippe
Schweizer Luxusuhren strahlen Eleganz aus. (Bild: K. Lam / unsplash)

Der US-Finanzier und Sexualstraftäter Jeffrey Epstein sorgt weltweit für Aufsehen. Wie bei jedem Thriller spielen da Schweizer Nobelticker eine Rolle.

Aus den Epstein-Files kommen immer mehr Verbindungen des jüdischen US-Finanziers und Sexualstraftäters Jeffrey Epstein zu Toppolitikern und der Wirtschaftselite an die Öffentlichkeit.

Versicherungspolice aufgetaucht

Dabei erscheinen auch Dokumente, welche Rückschlüsse auf das Luxusleben des mittlerweile verstorbenen Wall-Street-Bankers und Vermögensverwalters für Milliardäre zulassen.

Dies ergaben Recherchen von muula.ch zu aktuellen Diskussionen unter Uhrenfans.

Wer also in den Epstein-Files des US-Justizministeriums nach Markennamen der Schweizer Uhrenindustrie sucht, wird rasch fündig.

So hatte Epstein mehrere Nobelticker aus dem Hause Patek Philippe, wie aus dem Schriftverkehr zwischen Epstein und einem Versicherungsvertreter hervorgeht.

Die Modelle des heimlichen Marktführers der Schweizer Uhrenindustrie, wie Nautilus, Aquanaut & Co., sind weltweit hochbegehrt.

Seltene J.P. Journe

So besass Epstein eine «Patek Philippe 150 Anniversary watch» mit einem angegebenen Versicherungswert von 43.528 Dollar.

Aber auch eine Silvertone für 75.182 Dollar ist im Anhang der Police aufgeführt.

Liste von Gegenständen von Jeffrey Epstein
Epstein-Liste zu Luxusuhren (Screenshot: muula.ch)

Neben einer Breitling war Epstein aber auch Besitzer mehrerer Produkte der Schweizer Haute Horlogerie um Frank Müller und F.P. Journe.

Letztere Uhrenmanufaktur von François-Paul Journe in Genf ist berühmt dafür, jährlich nur rund 800 Stück zu produzieren, um die Exklusivität der Luxusuhrenmarke zu unterstreichen.

Teure Richard Mille

In jedem guten Kriminalfall treten derzeit wohl auch die auffälligen Schweizer Luxusuhren von Richard Mille hervor.

Epstein gab den Versicherungswert zur Referenz RM003AEPG/74, einer Richard Mille, mit 435.056 Dollar an, was wohl eher untertrieben ist, denn solche Zeitmesser im oberen Preissegment kosten meist viel mehr.

Noch dazu, wenn es sich um eine begehrte Automatic Tourbillon gehandelt haben könnte.

Steinway-Flügel und Luxussessel

In dem Versicherungsdokument geht aber auch das Luxusleben generell hervor.

Die Assekuranz will es bei hohen Versicherungssummen immer genau wissen und verlangt Einzelaufstellungen, die nun für Epstein aufgetaucht sind.

Einrichtungsgegenstände von Jeffrey Epstein
Einrichtungsgegenstände von Epstein (Screenshot: muula.ch)

Ein Fingerring mit Baguette-Diamanten für Frauen ist mit fast 6 Millionen Dollar aufgeführt.

Es gibt aber auch ein Klavier der Marke Steinway, teure Gemälde oder einen Sessel «Louis XIV».

Merkwürdige Schreibfehler

Ob Epstein ein Uhrennarr für Schweizer Zeitmesser war oder nicht, ist nicht bekannt.

Zweifel dürfen da angebracht sein, denn auf der Liste gibt es merkwürdige Schreibfehler.

So schrieb der einstige Wall-Street-Banker seinen Chronographen aus 18-karätigen Gold von Jeager-LeCoultre aus dem Hause Richemont falsch.

Am Anfang steht ein «Y», wie aus der Liste in den Epstein-Files hervorgeht.

Falsche Modellwahl

Auch bei der Uhrenmarke F.P. Journe ist einmal von F.M. Journe die Rede. Einem wahren Fan Schweizer Nobelzeitmesser wäre dies wohl nicht passiert.

Bei der Uhrenmarke Jaeger-LeCoulte hätte der einstige Vermögensverwalter der Milliardäre als tatsächlicher Uhrenliebhaber sicher eher auch auf eine «Reverso» gesetzt.

Und eine Uhr der Marke Breitling passt kaum ins Top-Preissegment, denn diese sind eher bei Mittelklasse-Firmenmanagern beliebt.

Luxusfassade als Falle?

Klar, Epstein soll mit seinem Luxusleben ohnehin nur ein Konstrukt des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad sein, um Prominente und hochkarätige Politiker später mit kompromittierendem Material erpressen zu können.

Und Schweizer Luxusuhren gehören zu solch einer Ambition sicher auch dazu, selbst wenn sich Geheimdienstler nicht bis in jedes Detail auskennen.

Nicht selten wollen Käufer Schweizer Nobelticker, wie Epstein, eben einfach nur andere Menschen sein.

28.03.2026/kut.

Epstein und die Schweizer Luxusuhren

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