Swissbau lockt stabilen Besucherstrom nach Basel

Logo der Swissbau an der Messe Basel
Die Swissbau 2026 ging am Samstag erfolgreich zu Ende. (Bild: muula.ch)

Die Swissbau rettet sich in die Neuzeit mit Austausch, Wissenstransfer und Produkterlebnissen. Fachbesucher und Private kommen da auf ihre Kosten.

Die Swissbau 2026 hat Basel die vergangenen Tage zum Schaufenster der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft gemacht.

Die Fachmesse zog ungefähr gleich viele Besucher an.

Spezieller Tag für Privatpersonen

Dies erklärten die Veranstalter der MCH Group auf Anfrage von muula.ch noch vor der offiziellen Abrechnung der Tickets.

Mit rund 600 Ausstellern gestalteten zudem in etwa gleich viele Beteiligte die Messe wie die Swissbau 2024, hiess es weiter.

Neben Fachpublikum, das an vier Tagen mit diesmal unbegrenzten kostenlosen Ticketkontingenten für Aussteller von Messestand zu Messestand ziehen konnte, gab es diesmal auch den Samstag als Publikumstag, an dem Hausbesitzer und private Bauherren für nur fünf Franken an Eintritt die Messe besuchen und praxisnah Bau-, Sanitär- und Umweltprodukte erleben konnten.

Chancen und Risiken im Doppelpack

Die Swissbau 2026 bot dem Handwerk, Planern, Generalunternehmern und Bauinteressierten aber vieles mehr.

Sei es ein doppelstöckiges Wohnhaus, bei dem sich Holzbauer, Maurer, Plattenleger & Co. bei der Arbeit beobachten lassen konnten.

Diskussionsforum an der Swissbau 2026
Manche Vorträge waren an der Swissbau rege besucht. (Bild: muula.ch)
Stand an der Swissbau 2026 vom Softwarehersteller Abacus
Beim Softwarehersteller Abacus herrschte manchmal Leere. ( Bild: muula.ch)

Auch fachübergreifenden Austausch mit Experten und Meinungsbildnern über aktuelle Herausforderungen und künftige Branchentrends, gab es bei Diskussionsforen, Präsentationen und tausenden Gesprächen an den jeweiligen Messeständen von Sika, Dormakaba, Belimo, Mangold Holzbau bis hin zu Softwareherstellern wie Abacus.

Gläserne Toiletten

Kreislaufwirtschaft, Klimawandel, Digitalisierung, Nachhaltigkeit sowie der Wandel im Bauprozess bildeten diesmal die Leitthemen aller Programmpunkte.

Bad-Innovationen, trendige Oberflächen, stimmungsvolle Beleuchtungen und hochwertige Objekteinrichtungen von Geberit, Hansgrohe, KWC & Co. rundeten im Obergeschoss viele Besuche ab.

Wer wollte, konnte sogar die Funktionsweise von Toiletten anhand von gläsernen Exemplaren genau nachvollziehen.

Ausnutzen von Vertrauen

Selbst das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) und der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein (SIA) nutzten die Swissbau.

Sie machten auf Cyberrisiken in der Bau- und Immobilienwirtschaft aufmerksam und gaben den Unternehmen konkrete Handlungsempfehlungen für die Cybersicherheit entlang der Lieferkette, wie der Bund in einem Communiqué hervorhob.

Cyberkriminelle nutzten das Vertrauen zwischen Planung, Ausführung, Materiallieferung und Betrieb, um Cyberangriffe auszuüben, hiess es mahnend.

Prävention, Sensibilisierung und Notfallplanung müssten zusammenspielen, damit die Gebäudetechnik im Ernstfall nicht zum Einfallstor werde oder ihren Betriebszweck nicht mehr erfülle.

Basler Hotels profitieren

Die vier regulären Messetage bestätigten die Rolle der Swissbau als führende Fachplattform der Schweiz mit hoher Anziehungskraft auf Entscheidungsträger entlang des gesamten Lebenszyklus einer Immobilie, auch wenn es teils Zeiten mit nur wenigen Besuchern gab.

An die guten Zeiten von vor der Coronavirus-Pandemie mit über 100.000 Besuchern kommt die Fachmesse ohnehin nicht mehr heran.

Die Organisatoren hoben aber hervor, dass die Aussteller die hohe Qualität der Besucher gelobt hätten. Zur Disposition stünde die alle zwei Jahre stattfindende Swissbau ohnehin nicht, erklärte die MCH Group.

Feier am Stand von eMDe Blechfabrik aus Kaltbrunn in der Ostschweiz an der Swissbau 2026
Pizza und DJ bei eMDe Blechfabrik an der Swissbau. (Bild: muula.ch)
Feier am Messestand von Domotec an der Swissbau
Die Firma Domotec feierte an der Swissbau bis spät am Abend. (Bild: muula.ch)

Parallel dazu nutzen zahlreiche Unternehmen die Messe, um Investitionsprojekte zu konkretisieren, Partnerschaften zu besiegeln und auch mal zu den Innovationen der Konkurrenz zu schauen.

Basel profitierte dabei erneut nicht nur von Übernachtungen und Gastronomieumsätzen, sondern auch von der Sichtbarkeit als Standort für Planungs‑, Automatisierungs-, Bau‑ und Dienstleistungsfirmen.

DJ und Pizza locken

Unvergesslich bleiben aber die persönlichen Kontakte an den schon fast legendären Apéros von Ausstellern, wie jenem der eMDe Blechfabrik aus Kaltbrunn im Kanton St. Gallen mit DJ und frisch gebackener Pizza.

Die gute Stimmung bei dem Ostschweizer KMU liess sowohl Aussteller als auch Fachbesucher erneut bis in die Abendstunden verweilen.

Die Swissbau 2026 präsentierte sich als Marktplatz, Meinungsforum und Branchentreff in einem – mit klarer wirtschaftlicher Relevanz und diesmal sogar mit politischer Aufmerksamkeit.

Dabei gefiel vielen Besuchern die Mischung aus Vertrautem sowie Neuem und quasi allem, was sich nur im direkten Austausch erleben lässt.

25.01.2026/kut.

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