Noch mehr Fahrzeuge auf Schweizer Strassen

Fahrzeuge auf einer Schweizer Strasse durch ein Waldgebiet
Noch mehr Verbrenner auf Schweizer Nationalstrassen. (Bild: N. Tadyane / unsplash)

Der Fahrzeugbestand wächst in der Schweiz wieder beachtlich. Doch von einem Boom zur Elektromobilität und zu neuem Fahrspass fehlt jegliche Spur.

Am langjährigen Stichtag Ende September gab es in der Schweiz exakt 6.642.800 Strassenmotorfahrzeuge zum Verkehr zugelassen.

Dies seien 67.300 Fahrzeuge beziehungsweise 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr mehr.

Über 90 Prozent noch Verbrenner

Dies teilte das Bundesamt für Statistik BFS auf Basis provisorischer Werte zum aktuellen Bestand an Strassenfahrzeugen des Landes mit.

Zum Vorjahresstichtag hatte der Zuwachs 58.900 Fahrzeuge oder 0,9 Prozent betragen. Es geht also weiter bergauf.

Fast drei Viertel aller Fahrzeuge seien Personenwagen von Volkswagen, BWM, Mercedes, Toyota, Renault, Porsche, Tesla & Co.

Deren Bestand habe im Vergleich zum Vorjahr um 34.900 Stück beziehungsweise um 0,7 Prozent auf rund 4.874.400 Fahrzeuge zugelegt.

Auch hierbei gewann die Aufwärtsdynamik an Fahrt.

Entwicklung der Personenfahrzeuge in der Schweiz

Von einer Elektrifizierung auf Schweizer Strassen oder sogar von einem Boom der Elektromobilität ist aber weiterhin nichts zu spüren.

Die mit Abstand grössten Segmente bildeten nach wie vor die benzinbetriebenen Personenwagen mit 66,1 (Vj: 58,7) Prozent sowie die Dieselautos mit 24,0 (24,0) Prozent, erklärten die Statistiker.

Damit sind wohlgemerkt über 90 Prozent aller Strassenfahrzeuge noch Verbrenner. Benziner vergrösserten ihren Anteil.

Minimales Wachstum

Der Zuwachs an Elektrofahrzeugen ist zwar bei Neuwagen beachtlich, wie aus den Daten des Verbandes Auto Schweiz regelmässig hervorgeht.

Doch der Anteil am gesamten Fahrzeugbestand ist weiterhin gering.

Der Anteil reiner Elektroautos am Personenwagenbestand vergrösserte sich 2026 gegenüber dem Vorjahr um lediglich 1,2 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent.

Der Anteil von Plug-in-Hybriden legte laut dem BFS sogar bloss um 0,6 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent zu.

Hohe Anschaffungskosten

Die Gründe für das schleppende Wachstum lauten immer gleich: geringe Dichte von Ladestationen, fehlender Fahrspass und die immer noch vergleichsweise hohen Anschaffungspreise.

Die Schweiz ist und bleibt also ein Land von Verbrennungsmotoren.

Bis sich da etwas ändert, dürften noch viele Benziner und Diesel die Alpenpässe entlangfahren.

19.10.2026/kut.

Noch mehr Fahrzeuge auf Schweizer Strassen

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