
Die Schweiz kann sich derzeit über den Aussenhandel nur wenig beklagen. Allerdings tritt US-Präsident Donald Trump immer mehr in Erscheinung.
Die Schweiz hat ihren Exportüberhang fast eliminiert.
Im September habe sich der Handelsbilanzüberschuss auf gerade einmal 1,4 Milliarden Franken reduziert, teilte das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit BAZG zu den neuesten Aussenhandelszahlen am Dienstag mit.
Zweithöchster Monatswert
Die Exporte stiegen im September 2026 saisonbereinigt zwar nur leicht um 1,5 Prozent auf 23,2 Milliarden Franken.
Real, also unter Berücksichtigung der Teuerung, resultierte bei den Ausfuhren sogar ein Minus von 0,1 Prozent.

Doch die Importe schnellten im September 2026 saisonbereinigt um 24,9 Prozent auf 21,9 Milliarden Franken nach oben. Real habe der Zuwachs immer noch bei +7,0 Prozent gelegen, erklärte die Zollverwaltung.
Dies sei der zweithöchste je gemessene Monatswert gewesen und sei auf den Anstieg um 87,8 Prozent von Einfuhren chemisch-pharmazeutischer Erzeugnisse zurückzuführen, hiess es vom BAZG weiter.
Inflation macht sich bemerkbar
Für das gesamte 3. Quartal steigen die Exporte saisonbereinigt um 2,6 Prozent (real: +3,3 Prozent) auf 75,0 Milliarden Franken.
Die Importe erhöhten sich um 1,8 Prozent auf 61,0 Milliarden Franken und erreichten damit laut der Behörde ein neues Allzeithoch.
Real sanken die Einfuhren aber um 1,4 Prozent, was zeigt, dass die Teuerung tatsächlich wirkt.
Druck der Amerikaner wirkt
Auffällig an den Werten sind die USA, wo sich die protektionistische Politik von US-Präsident Donald Trump immer mehr auswirkt.
Die Ausfuhren in die USA sanken im dritten Quartal um 13,5 Prozent, wobei sich der starke Einbruch im August da noch wirkt.
Die Importe aus den Vereinigten Staaten von Amerika legten dagegen im dritten Quartal um 9,4 Prozent zu, was die Handelsbilanz mit den USA deutlich verbessert, ganz wie von Trump gewünscht.
Der Exportüberschuss der Schweiz sinkt.
Uhrenexporte steigen
Alles in allem kann die Schweiz angesichts der Weltlage zufrieden sein.
Die Exporte gedeihen, inklusive der Uhren von Rolex, Audemars Piguet, Patek Philippe & Co., wo die Ausfuhren allein im September wieder um rund 15 Prozent zulegten.
Und bei den Importen wirkt sich quasi nur die Teuerung im Ausland aus.
20.10.2026/kut.




