Nationalbibliothek sichert muula.ch für die Ewigkeit

Schweizerische Nationalbibliothek in Bern
Die Schweizerische Nationalbibliothek entdeckt muula.ch (Bild: PD)

Die Schweizerische Nationalbibliothek hat das Wirtschaftsnews-Portal muula.ch für etwas ganz Besonderes ausgewählt. Dies trifft auf eine steigende Nachfrage des Publikums.

Die Nachricht kam aus heiterem Himmel. «Ihr Internetauftritt wurde für die Sammlung von Webarchiv Schweiz ausgewählt», teilte die Schweizerische Nationalbibliothek dem Wirtschaftsnews-Portal muula.ch überraschend in dicken Buchstaben mit.

Papier und Online

Seit über hundert Jahren sammelt die Nationalbibliothek im Auftrag des Bundes viele Publikationen, die einen Bezug zur Schweiz haben.

Diese sogenannten Helvetica sollen auch alle künftigen Generationen lesen und studieren können, deshalb sorgt die Bibliothek dafür, dass die Dokumente auf Papier gut erhalten bleiben. 

Zusammen mit den Schweizer Kantonsbibliotheken und Schweizerischen Spezialbibliotheken verfolgt die Nationalbibliothek aber seit einiger Zeit auch das Ziel, den Wandel von Websites über Jahre und Jahrzehnte hinweg zu dokumentieren.

Für breite Öffentlichkeit

«Webarchiv Schweiz» widmet sich deshalb dem Einsammeln von Websites, um sie langfristig zu erhalten und bereitzustellen.

Über 20.000 solcher Schweizer Webseiten zu geschichtlichen, gesellschaftlichen, politischen, kulturellen, religiösen, wissenschaftlichen und eben wirtschaftlichen Themen für die breite Öffentlichkeit werden dort erfasst und für nachfolgende Generationen im Langzeitarchiv der Nationalbibliothek erhalten.

Recherchen möglich

Die Anfänge des Wirtschaftsmediums muula.ch werden also nunmehr für die Nachwelt professionell im «e-Helvetica» dokumentiert und dann alle zwei Jahre wieder aktualisiert.

Danke, liebe Nationalbibliothek, dass ihr uns entdeckt und nun bei «e-Helvetica» elektronisch «verwahrt».

Verteilung von öffentlichen Bibliotheken in der Schweiz laut BFS

Die Volltexte seien in e-Helvetica-Access, dem Einstiegsportal zu den digitalen Sammlungen der NB, sogar recherchierbar, hiess es weiter.

Wissenschaft gefragt

Doch nicht nur die Redaktion von muula.ch erfreut sich an dem Angebot, wie das Bundesamt für Statistik BFS am heutigen Donnerstag bekanntgab, stieg im Jahr 2022 mit knapp 38 Millionen Eintritten die Besucherzahl in den Bibliotheken gegenüber 2020 um 46 Prozent und gegenüber 2021 um 28 Prozent.

Eintritte in Schweizer Bibliotheken laut BFS

Die Zunahme sei in wissenschaftlichen Bibliotheken sehr viel deutlicher ausgefallen und stieg um 79 Prozent gegenüber 2020 als in den öffentlichen Bibliotheken, wo es «bloss» um 16 Prozent nach oben ging.

15 Prozent für Elektronisches

Die Schweizer Bibliotheken, insbesondere die wissenschaftlichen, scheinen sich wieder zu erholen.

Im Jahr 2022 verbuchten sie darüber hinaus 40 Millionen Ausleihen physischer Medien, nahezu gleich viele wie 2020 und 2021. Davon erfolgten 34 Millionen beziehungsweise 85 Prozent in öffentlichen Bibliotheken.

Ausgabenverteilung der  Schweizer Bibliotheken vom BFS

Interessant sind noch die Ausgabenverteilungen. So geben wissenschaftliche Bibliotheken immerhin schon 15 Prozent ihrer Gesamtkosten für elektronische Medien aus. Bei öffentlichen Bibliotheken sind es erst 1 Prozent.

Umso mehr freut es muula.ch, dass die Schweizerische Nationalbibliothek das Projekt ausgewählt hat, um es für nachfolgende Generationen für immer aufzubewahren.

16.11.2023/kut.

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