
Die Schweizer Landwirtschaft befindet sich in einem Strukturwandel. Immer weniger Betriebe konzentrieren sich auf wenige Tätigkeitsfelder.
Der strukturelle Wandel der Schweizer Landwirtschaft hat sich auch im Jahr 2025 fortgesetzt.
Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe um 1,7 Prozent auf 46.270, wie das Bundesamt für Statistik BFS diese Woche bekanntgab.
Abwärtstrend unaufhaltsam
Gleichzeitig habe sich die Zahl der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft um 1,5 Prozent auf 145.600 Personen verringert, hiess es weiter.
Der Abwärtstrend bei den beiden Kennzahlen setzte sich damit weiter fort.

Auch der Hang zu grösseren Betrieben hielt an.
Die durchschnittliche Fläche der Landwirtschaftsbetriebe wachse weiter und habe sich gegenüber 2024 um 0,4 auf 22,5 Hektare erhöht, erklärten die Statistiker.
Wenige Grosse
Während die Zahl der Betriebe mit einer Fläche unter 30 ha demnach um 2,7 Prozent zurückging, nahm jene der grösseren Betriebe um 1,4 Prozent zu.

Auch bei den Biobetrieben sei die gleiche Entwicklung zu beobachten wie im gesamten Landwirtschaftssektor, hiess es weiter vom BFS.

Es gebe weniger, dafür grössere Betriebe, so die Statistiker.
2025 umfasste die landwirtschaftliche Nutzfläche der Schweiz 1.040.000 Hektare.

Sie bestand zu 58 Prozent aus Naturwiesen und Weiden sowie zu 39 Prozent aus Ackerland. Der Rest der Nutzfläche entfiel hauptsächlich auf Dauerkulturen, wie Rebland und Obstanlagen.
Kampf um Milchkühe
Doch die Entwicklung bei den Nutztieren zeigt hohe Konzentrationsbewegungen.
Der Rindviehbestand ging 2025 um 0,3 Prozent zurück. Vor allem die Zahl der Milchkühe verringerte sich als Folge internationaler Spannungen und einer Überproduktion um rund 1 Prozent auf 524.400 Tiere.

Es handelt sich hierbei allerdings um einen grundlegenden Trend, hiess es weiter vom BFS.
In den vergangenen zehn Jahren sei der Milchkuhbestand um 10 Prozent geschrumpft, während der restliche Kuhbestand, darunter die Mutterkühe, im gleichen Zeitraum mit +26 Prozent an Bedeutung gewonnen habe.
Die Milch wird dann auch lieber zu Käse verarbeitet, statt zu Butter, weshalb der Bundesrat regelmässig die protektionistischen Importbeschränkungen der Schweiz für Butter anpassen muss.
Regelmässiger Eier-Notstand
Die Geflügelhaltung befindet sich dagegen weiter im Wachstum und legte 2025 um 1,7 Prozent zu. Sowohl der Bestand der Legehennen (+1,9 Prozent) als auch jener der Mastpoulets (+2,2 Prozent) stiegen an.
In der Schweiz herrscht allerdings auch regelmässig ein Eier-Notstand, weshalb der Bundesrat auch hierbei immer wieder die Importbeschränkungen lockern muss, wie muula.ch berichtete.
Der Aufwärtstrend bei Legehennen dürfte da also noch eine Weile anhalten.

Nach einer Wachstumsphase im Jahr 2022 habe der Schweinebestand in den Folgejahren in der Schweiz wieder abgenommen.
2025 umfasste er laut dem BFS noch 1.257.700 Tiere.
Effizienzgewinne vertreiben Personal
Immer grössere Landwirtschaftsbetriebe konzentrieren sich also auf Hühner und immer weniger Milchkühe.
Hinzu kommt durch die Automatisierung, dass immer weniger Erwerbstätige in der Schweizer Agrarindustrie arbeiten.
Auf einem ganz anderen Blatt steht allerdings, dass die Schweizer Landwirtschaft immer noch Milliarden an Subventionen verschlingt.
Doch darüber berichtet muula.ch ein anderes Mal.
16.05.2026/kut.





