Gute News für den Schweizer Kapitalmarkt

Eine Filiale der Raiffeisen Schweiz
Die Raiffeisen-Bankengruppe erwartet hohe Schwankungen an den Kapitalmärkten. (Bild: PD)

Das Börsenjahr 2024 wird von hohen Schwankungen geprägt sein. Doch neben Anlagen in Schweizer Aktien dürfte noch eine Investition lohnen.

«Der Zinsgipfel ist zwar erreicht, der Optimismus der Märkte im Hinblick auf die Geldpolitik ist aber zu gross». Dies sagte Matthias Geissbühler, Chief Investment Officer CIO von Raiffeisen Schweiz, am heutigen Dienstag in Zürich an einer Medienorientierung zum Anlageausblick 2024.

Fehlende Entschädigung

Die Kapitalmärkte nähmen derzeit bereits eine deutliche Kehrtwende der Geldpolitik vorweg, führte Geissbühler weiter aus. Doch das Vorgehen der Zentralbanken sei alles andere als klar, hiess es, weshalb die Volatilität bei den Kapitalmarktzinsen hoch bleiben dürfte.

In der Anlageklasse von Obligationen empfiehlt der Anlage-Chef von Raiffeisen daher, auf hohe Schuldnerqualität und kurze sowie mittelfristige Laufzeiten zu achten. Am langen Ende bekämen Investoren derzeit kaum eine adäquate Entschädigung, betonte Geissbühler.

Steigende Kosten belasten

Mit hohen Schwankungen sei auch an den Aktienmärkten im laufenden Jahr zu rechnen, denn laut Raiffeisen Schweiz sind die Gewinnerwartungen für 2024 angesichts der konjunkturellen Entwicklung zu optimistisch.

Aufgrund steigender Lohn- und Finanzierungskosten seien weitere Gewinnsteigerungen allerdings unrealistisch, erklärte der Kapitalmarktexperte Geissbühler. Eine Steigerung von zehn Prozent sei ohnehin bereits in die Aktienmärkte eingepreist.

Raiffeisen-CIO Matthias Geissbühler
CIO von Raiffeisen Matthias Geissbühler (Bild: PD)

Relativ stabil sollten sich aber Aktien aus den weniger konjunktursensiviten Bereichen entwickeln, wozu Gesundheits-, Nahrungsmittel-, Telekommunikations- sowie Konsumgütertitel für den täglichen Bedarf zählten.

Gerade dabei seien Schweizer Aktien interessant, weil um Nestlé, Swisscom & Co. nur schon attraktive Dividendenrenditen von über 3 Prozent aufwiesen.

Geopolitik lässt grüssen

Sinkende Zinsen, wenn sie denn im Laufe des Jahres kommen, sind aber gut für Immobilien und sogar für Gold. Geissbühler erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass die Agios der Schweizer Immobilienfonds sich auf historisch niedrigen Niveaus befänden. Auch dies spricht also für die Schweiz.

Und Gold profitiere von sinkenden Opportunitätskosten. Zudem bleibe das Edelmetall aufgrund der wirtschaftlichen sowie geopolitischen Unsicherheiten interessant.

Gold sollte sogar auf ein neues Allzeithoch von 2150 Dollar je Unze steigen, prognostizierte Geissbühler. Das wäre ein klarer Kauf.

Aktiv schlägt Passiv?

Für Kapitalanleger lohnt es sich laut der zweitgrössten Bankengruppe der Schweiz für das Jahr 2024, aktiv in das Geschehen beim Investieren einzugreifen und die Schwankungen auszunutzen.

Immer wenn an den Kapitalmärkten die Meinungen über anstehende Zinssenkungen, die Gewinnaussichten oder zum Konjunkturverlauf änderten und Bewertungen einbrächen, könnten interessante Investitionszeitpunkte sein, so die Logik dahinter.

Passive Anleger, die im Jahr 2023 stark profitiert hatten, dürften 2024 da nicht mehr klar auf der richtigen Spur sein.

Seitwärts bei Währungen

Und für die Schweiz spricht neben dem Gold auch, dass der Schweizerfranken zwar mittel- bis langfristig eine starke Währung bleiben werde. Jedoch erwarten die Kapitalmarktexperten nun erst einmal eine Seitwärtsbewegung bei den Währungspaaren Euro/Franken und Dollar/Franken.

Das sind auch positive Nachrichten für den Schweizer Aktienmarkt.

09.01.2024/kut.

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