Explosion der Studentenzahlen

Studierende in einem Hörsaal
Wissensdrang zieht Jugendliche an Schweizer Hochschulen. (Symbolbild: pixabay)

In der Schweiz studieren immer mehr Personen. Es entsteht dabei aber nicht nur förmlich ein Land von Managern, Medizinern und Informatikern.

Höhere Bildung ist für ein Land wie die Schweiz besonders wichtig.

Mit dem Zusammennähen von Kleidung ist hierzulande ein normales Leben ja kaum mehr möglich.

Boom zwei Jahrzehnte lang

Die Wissensgesellschaft ist dabei klar auf dem Vormarsch.

Zwischen 2005 und 2025 nahmen die Studierendenzahlen an den universitären Hochschulen (UH), den Fachhochschulen (FH) und den pädagogischen Hochschulen (PH) stark zu, wie das Bundesamt für Statistik BFS am Montag bekanntgab.

Die Zahl der Studenten habe sich auf Bachelor- und Masterstufe um 79 Prozent auf 246.000 erhöht.

Kräftiger Aufwärtstrend

Gemäss dem Referenzszenario des BFS sei aber auch in den nächsten Jahren mit einem kräftigen Wachstum zu rechnen, hiess es weiter.

Im Jahr 2035 dürften 305.000 Studierende an Schweizer Hochschulen eingeschrieben sein, was einem weiteren Plus von 21 Prozent gegenüber 2026 entsprechen würde.

Ansturm aus dem Ausland

Wesentliche Gründe für diese Entwicklung seien zum einen das Bevölkerungswachstum, welches geschätzt auf +6 Prozent kommt.

Zum anderen sei der Anstieg auf Bildungsausländer zurückzuführen, erklärten die Statistiker. Das Plus bei den Eintritten von Ausländern auf Bachelorstufe lag dabei bei 19 Prozent und auf Masterstufe sogar bei 37 Prozent.

Bei allen drei Schweizer Hochschultypen werde von einem ähnlichen Wachstum von um die 20 Prozent ausgegangen.

Die Schweiz wird von Bildungsausländern förmlich überrannt, wobei das BFS auf die Unsicherheit bei den Schätzungen explizit hinweist.

Staat und Firmen administrieren

Interessant ist aber auch, was die Menschen in der Schweiz künftig studieren.

Das BFS schätzt gigantische Anstiege bei Management und Verwaltung, deren Anstieg der Erstabschlüsse an Schweizer Universitäten um 41 Prozent zulegen dürfte.

Die Administration von Staat und Firmen liegt also im Trend.

Erstabschlüsse an Schweizer Hochschulen laut BFS

Doch Medizin ist in der Schweiz künftig ebenfalls populär. Der Zuwachs soll bis 2035 bei 47 Prozent liegen.

Fokus auf Künstliche Intelligenz

Und für Informatik sowie Kommunikationstechnologie interessieren sich Schweizer Studierende am meisten.

Die Zahl der Erstabschlüsse soll in den kommenden Jahren um fast 60 Prozent steigen.

Angesichts der Herausforderungen um Künstliche Intelligenz KI ist das für die Schweiz wohl nur verständlich.

12.10.2026/kut.

Explosion der Studentenzahlen

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