Grossbank UBS wird wetterfest

Logo der Grossbank UBS am Zürcher Paradeplatz
Die Grossbank UBS floriert. (Bild: muula.ch)

In einem komplexen Markt bewährt sich das Geschäftsmodell der UBS. Das Investmentbanking wirft aber mehr ab als Privat- und Firmenkunden.

Die Grossbank UBS ist auf den letzten Metern der Integration von Credit Suisse (CS) und langsam, aber sicher kristallisiert sich das Funktionieren des diversifizierten Geschäftsmodells heraus.

Profitabilität steigt

Im dritten Quartal legten die Erträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5 Prozent auf 13,4 Milliarden Dollar zu, wie die UBS am Mittwoch bekanntgab.

Unter dem Strich verdiente die Grossbank rund 9 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

Das Geldhaus kam auf einen Reingewinn von 2,7 Milliarden Dollar.

Integration auf gutem Weg

Bis zum Jahresende solle das Zusammenführen der zwei Schweizer Grossbanken planmässig abgeschlossen sein.

Die erwarteten Kosteneinsparungen durch die Notfusion der CS mit der UBS seien auf dem Weg, rechnete das Bankmanagement um CEO Sergio Ermotti vor.

Per 30. September 2026 seien fast alle alten IT-Anwendungen der CS ausser Betrieb, hiess es im Communiqué.

UBS-Resultate für das 3. Quartal
UBS nimmt im 3. Quartal mehr ein und verdient mehr. (Screenshot: muula.ch)

Besonders gut lief es im dritten Quartal im Globalen Wealth Management.

Die Erlöse stiegen um 7 Prozent auf knapp über 7 Milliarden Dollar, während die UBS in den anderen Geschäftssparten quasi nur auf der Stelle trat und im Asset Management sogar weniger einnahm.

Besseres Kosten-Ertrags-Verhältnis

Unter dem Strich verbesserte sich in der globalen Vermögensverwaltung, die vergleichsweise geringe Geschäftsrisiken aufweist, der operative Quartalsgewinn gegenüber dem Vorjahresquartal um über 40 Prozent auf fast 2 Milliarden Dollar.

Im Privat- und Firmenkundengeschäft verdoppelte die UBS im dritten Quartal den Betriebsgewinn auf 1,2 Milliarden Dollar. Doch das Asset Management und die Investmentbank verloren etwas an Quartalsgewinn.

Alles in allem verbesserte sich aber das Kosten-Ertrags-Verhältnis um 4,7 Prozentpunkte auf 72,3 Prozent.

Profitable Investmentbank

Für die ersten drei Quartale zusammen steigerte die UBS um über 10 Prozent auf 42,3 Milliarden Dollar.

Der operative Gewinn erhöhte sich um 54 Prozent auf 11 Milliarden Dollar und der Reingewinn legte immerhin noch um 30 Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar zu.

Das Kosten-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich im laufenden Geschäftsjahr mit Effizienzsteigerungen, Stellenstreichungen & Co. um 7,3 Prozentpunkte auf 72,6 Prozent.

Kumulierte Resultate der Grossbank UBS für 2026
Die globale Vermögensverwaltung floriert. (Screenshot: muula.ch)

Dabei kamen jeweils 1 Milliarde Dollar mehr an Betriebsgewinn aus dem Investmentbanking sowie dem Privat- und Firmenkundengeschäft, wobei die Investmentbank sogar leicht profitabler war.

Die globale Vermögensverwaltung steuerte in diesem Jahr bereits 1,6 Milliarden Dollar mehr an operativem Gewinn bei als in den ersten neun Monaten 2025. Damit ist der Fokus des Geldhauses klar.

Mahnung an die Schweiz

UBS-CEO Ermotti zeigte sich mit dem Erreichten zufrieden und sprach von einem funktionierenden Geschäftsmodell – auch in stürmischen Zeiten.

Gleichzeitig sprach der Starbanker aber auch die Hoffnung aus, dass die Schweiz die regulatorischen Zügel nicht zu stark anziehe, und die Kosten für die Eigentümer der Bank, die Kunden sowie die Mitarbeiter unnötig erhöhe.

28.10.2026/kut.

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