
Die Preise für Wohneigentum klettern in der Schweiz unaufhörlich. Doch in einigen Regionen nimmt der Preisauftrieb schon ungesunde Ausmasse an.
Die Immobilienpreise steigen und steigen. Wohneigentum wird dabei für viele unerschwinglich.
Der Schweizerische Wohnimmobilienpreisindex (IMPI) legte im 3. Quartal zum Vorquartal um 1,7 Prozent zu, wie das Bundesamt für Statistik BFS am Dienstag bekanntgab.
Steiler Aufstieg
Die Dynamik gewinnt dabei deutlich an Schwung.
Im zweiten Quartal war der IMPI gerade einmal um 0,7 Prozent gestiegen.
Im ersten Quartal 2026 hatte sich das Barometer zum Vorquartal um 1,5 Prozent erhöht und an eine Immobilienblase erinnert.
Doch im vierten Quartal 2025 hatte der Preisauftrieb «lediglich» bei 0,5 Prozent gelegen, wie muula.ch berichtete.

Auf nationaler Ebene zogen im dritten Quartal sowohl die Preise für Einfamilienhäuser mit +2,1 Prozent als auch jene für Eigentumswohnungen mit +1,3 Prozent an.
Am stärksten seien dabei die Wohneigentumspreise in den städtischen Gemeinden einer kleinen oder ausserhalb einer Agglomeration gestiegen, hiess es weiter. Das Plus betrug innerhalb von drei Monaten immerhin 3,4 Prozent.
Der kleinste Preisanstieg habe in den intermediären Gemeinden mit +0,6 Prozent stattgefunden.
Stockwerkeigentum gefragt
Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal betrug die Gesamtteuerung +4,4 Prozent.
Der Preisauftrieb bei Einfamilienhäusern innerhalb von zwölf Monaten bei +3,3 Prozent. Eigentumswohnungen verteuerten sich binnen Jahresfrist landesweit um 5,4 Prozent.

Blickt man auf die Werte für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen in den Regionen getrennt, so fällt der Schub bei Stockwerkeigentum in städtischen Gemeinden einer kleinen oder ausserhalb einer Agglomeration auf, der fast bei 8 Prozent lag.
Dies markiert ein historisches Hoch.
Günstige Finanzierung und Migration
Hintergrund dieses Immobilienbooms sind die günstigen Zinsen der Schweizerischen Nationalbank SNB.
Die Nullzinspolitik macht für viele Interessenten die Finanzierung attraktiv, doch steigt damit – zusätzlich zur Migration – die Nachfrage, was die Preise immer weiter in die Höhe treibt.
27.10.2026/ena.




