
Die Königlich-Schwedische Akademie zeichnet zwei US-Ökonomen mit dem Wirtschaftsnobelpreis aus. Die Schweiz schaut zu Recht wieder ins Leere.
Die zwei US-Wissenschafter Robert E. Hall (Jg. 1943) und Michael Woodford (Jg. 1955) sind um eine Million Franken reicher.
Sie wurden am heutigen Montag in Stockholm von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften und der Schwedischen Notenbank mit dem Nobelpreis für Ökonomie 2026 ausgezeichnet.
Beide am MIT promoviert
Sie legten die mikroökonomische Basis für makroökonomische Wirkungen, würdigte die Jury die Arbeiten der zwei Amerikaner der Universitäten Stanford und Columbia.
Die Ökonomen fanden Fundamentales zu Konjunkturzyklen und Stabilisierungsmöglichkeiten, so die Hintergründe der Auszeichnung zu den Wirtschaftsexperten, die beide am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge promoviert haben.
Alle Notenbanken arbeiten damit
Hall und Woodford nutzen zur Erklärung von Konjunkturzyklen nicht makroökonomische Indikatoren, wie Inflation, Produktion und Konsum, sondern eine mikroökonomische Basis.
Haushalte und Firmen treffen demnach eigene Entscheide über ihr Sparverhalten beziehungsweise die Verkaufspreise.

Ihre Modelle halfen in jüngster Zeit, um mit Perioden ökonomischen Abschwungs umzugehen und geeignete Gegenmassnahmen zu finden, so die Königlich-Schwedische Akademie zu der hohen Auszeichnung weiter.
Alle Zentralbanken in der Welt und viele Regierungen nutzen ihre Arbeiten, um mit wirtschaftlichen Schocks umzugehen.
Aktualität im Fokus
Der Wink mit dem Zaunpfahl zur Aktualität mit Energiepreisschocks und zurückhaltendem Konsum von Privathaushalten, ist dabei genauso wenig zu übersehen, wie bei der Auszeichnung des Friedensnobelpreises 2026.
Er ging in der vergangenen Woche an die südafrikanische Richterin Navi Pillay, die sich für das Völkerrecht einsetzt, das derzeit überall regelrecht mit den Füssen getreten wird.
Derzeit kämpft die Welt gegen Energiepreisschocks aufgrund des US-israelischen Angriffskrieges auf Iran sowie mit Konsumzurückhaltung aufgrund geringerer verfügbarer Haushaltseinkommen.
Nur politische Grabenkämpfe
Schweizer Wirtschaftswissenschafter haben noch nie einen Nobelpreis gewonnen.
Zwar gibt es heisse Anwärter, wie den Basler Bruno S. Frey. Doch die Ökonomen beschäftigen sich hierzulande lieber im Tagesgeschäft mit politischen Kämpfen als mit trockener Wirtschaftstheorie.
Von der Universität Zürich über die ETH Zürich bis hin etwa zur Universität Luzern gibt es kaum bahnbrechende Entdeckungen in den Wirtschaftswissenschaften, doch Schweizer Ökonomen äussern sich praktisch jeden Tag öffentlich zu linken beziehungsweise rechten Grabenkämpfen.
Daher können sie auch kaum mit einer Million Franken aus Schweden reicher werden. Denn das Geld soll der Forschung dienen, um die Welt noch mehr voranzubringen.
12.10.2026/kut.





Naja, wenn man sich anschaut, wer alles den Friedensnobelpreis erhält, weiß man, das kann man in der Pfeife rauchen.