
Die Grundversicherung wird 2027 erneut teurer. Digitale Versicherungsmodelle können die Prämienlast dämpfen – ohne Verzicht auf den Hausarzt.
Die Krankenkassenprämien kennen weiterhin nur eine Richtung. 2027 steigt die Durchschnittsprämie in der Schweiz um 5 Prozent auf 412 Franken pro Monat.
Viele Versicherte stellen sich deshalb die Frage, wo sie noch sparen können. Deshalb lohnt es sich, die eigene Grundversicherung genauer unter die Lupe zu nehmen.
Zuerst kommt die App
Neben der Franchise und der Wahl der Krankenkasse spielt dabei vor allem das Versicherungsmodell eine wichtige Rolle. Eine Möglichkeit, um Prämien zu sparen, bieten digitale Grundversicherungen.
Ein Beispiel dafür ist das digitale Modell KPTwin.smart der Berner Krankenkasse KPT. Bei gesundheitlichen Beschwerden beginnt der Weg in einer App namens Well.
Versicherte geben dort ihre Symptome ein und erhalten eine Empfehlung für das weitere Vorgehen. Dies kann bei leichten Beschwerden eine Selbstbehandlung sein.
Rund um die Uhr verfügbar
Je nach Situation empfiehlt die App aber auch eine telemedizinische Beratung oder einen Besuch in der Apotheke. Die Anwendung ist rund um die Uhr verfügbar.
«Der Symptom-Checker arbeitet mit medizinisch geprüften Algorithmen und ist damit verlässlicher als gängige KI-Anwendungen wie ChatGPT», erklärt Thomas Stucki, Produktmanager bei der KPT.
«Die Versicherten erhalten rasch eine Orientierung und wissen, welcher nächste Schritt sinnvoll ist», so der Krankenkassenexperte.

Digital bedeutet dabei nicht, dass die persönliche medizinische Betreuung verschwindet.
Wer möchte, kann eine Hausärztin oder einen Hausarzt in der App hinterlegen.
Die Wahl bleibt also bei den Versicherten: Sie können der digitalen Empfehlung folgen oder zu ihren Hausärzten gehen. Wichtig ist dabei nur, dass zuerst die App konsultiert wird.
Medikamente online bestellen
«Damit verbinden wir zwei Wege, die häufig als Gegensätze wahrgenommen werden: die schnelle Online-Einschätzung und die persönliche medizinische Betreuung», sagt Stucki.
Auch weitere Schritte lassen sich über die Well-App abwickeln.
Für die Suche nach geeigneten Spezialisten steht etwa BetterDoc zur Verfügung. Rezeptpflichtige Medikamente können Versicherte ebenfalls digital bestellen.
Bis zu 20 Prozent günstiger
Der digitale Charakter macht sich auch bei der Prämie bemerkbar.
Wer etwa KPTwin.smart wählt, bezahlt gegenüber dem Standard-Modell 14 bis 20 Prozent weniger. Die Leistungen der obligatorischen Grundversicherung bleiben dabei unverändert.
Für Herrn und Frau Schweizer kann dies über das Jahr hinweg mehrere Hundert Franken an Ersparnis bedeuten.
Gesundheit anders organisieren
Digitale Grundversicherungen erfinden das Rad nicht neu. Sie vereinfachen vielmehr den Zugang zur medizinischen Versorgung und bündeln verschiedene Angebote an einem Ort.
«Menschen buchen ihre Ferien online, erledigen Bankgeschäfte mit dem Smartphone und bestellen Lebensmittel im Internet», hält Stucki fest.
«Entsprechend steigt auch die Erwartung, die eigene Gesundheit flexibel über eine App zu organisieren.»
Für Krankenkassen liegt darin auch ein Mittel gegen steigende Kosten. Werden medizinische Ressourcen besser eingesetzt, profitieren sowohl das Gesundheitssystem als auch die Prämienzahler.
KPTwin.smart zeigt dabei eindrücklich, dass ein digitales Modell nicht rein digital bleiben muss.
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Dieser Beitrag ist eine Kooperation von muula.ch mit KPT.




