Razzia bei illegalem Pokerturnier in Glattbrugg

Chips und Spielkarten auf einem Tisch
Im Kanton Zürich hoben Behörden ein illegales Casino aus. (Symbolbild: J. Schnurle / unsplash)

Die Behörden stürmen ein Lokal und entdecken in flagranti rund 60 Personen beim verbotenen Glücksspiel. Doch sie fanden im Kanton Zürich noch viel mehr.

Das Schweizer Katz-und-Maus-Spiel um illegale Casinos ist um eine Episode reicher.

Am Donnerstagabend führten die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) und die Kantonspolizei Zürich eine Hausdurchsuchung in einem Lokal in Glattbrugg (ZH) durch und wurden fündig.

Viel Bargeld konfisziert

Zum Zeitpunkt der Razzia hätten sich rund 60 Personen im Lokal befunden, teilten die Behörden am Freitag mit.

Die meisten von ihnen hätten an sechs Spieltischen gesessen, an denen Pokerspiele stattfanden, hiess es weiter.

Neben sechs Pokertischen und einer grossen Menge von Spielchips beschlagnahmten die Behörden auch IT-Ausrüstung, Mobiltelefone sowie rund 55.000 Franken und 6500 Euro in bar.

Bis zu 5 Jahre Haft möglich

Zudem seien mehrere Personen befragt und auch eine Verantwortliche identifiziert worden.

Die ESBK habe ein Strafverfahren gegen die Person eingeleitet, die sich nun wegen mutmasslicher Verstösse gegen das Geldspielgesetz verantworten muss, wobei die Unschuldsvermutung gelte.

Wer Spielbankenspiele ohne die dafür notwendige Konzession durchführt, organisiert oder zur Verfügung stellt, macht sich in der Schweiz strafbar.

Das Geldspielgesetz sieht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder Geldstrafen vor.

Clevere Vorsichtsmassnahmen

Doch so weit kommt es oft kaum, wie der Zürcher «Tages-Anzeiger» vor wenigen Tagen berichtete.

Die Verfahren gingen oft milde aus, weshalb sich das illegale Glücksspiel in der Schweiz lohne, so die Recherchen. Es liessen sich Unsummen verdienen und die Strafen seien nur wie ein Trinkgeld.

Die Organisatoren von verbotenen Geldspielen wären zudem gut organisiert, sodass den Entdeckten kaum Strafen drohten. Regelmässig würden Kuriere hohe Geldbeträge abziehen und den Behörden gingen so nur «kleine Fische» in die Hänge.

In Zürich wurde ein Lokal nun schon zum dritten Mal kontrolliert und illegales Geldspiel entdeckt, wie muula.ch berichtete. Doch es geht selbst an den selben Orten immer weiter.

Rad dreht sich weiter

Bei der Razzia in Glattbrugg gerieten den Sicherheitskräften nunmehr rund 55.000 Franken sowie 6500 Euro in die Hände.

Doch angesichts der Tatsache, dass 60 Personen vor Ort waren, sind das jeweils Peanuts, und Strippenzieher müssen kaum mit langen Haftstrafen rechnen.

Somit geht das Katz-und-Maus-Spiel weiter, bis die ESBK im nächsten illegalen Casino mit der Polizei auftaucht.

18.04.2026/kut.

Razzia bei illegalem Pokerturnier in Glattbrugg

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