USA machen zwei wichtige Fortschritte bei Krypto

Ein Bitcoin auf einem Dollar-Schein
Die USA verschmelzen die traditionelle Finanzwelt mit der Blockchain-Technologie. (Bild: pixabay)

Die Amerikaner haben das Potenzial von Kryptowährungen erkannt. Selbst zum US-israelischen Angriff auf Iran geben sie beim Blockchain-Geld viel Gas.

Viele Schweizer glauben, durch das Zementieren der Vergangenheit könnten sie die Zukunft retten.

Während die Schweiz am vergangenen Wochenende das Vorhalten von Bargeld in die Verfassung schrieb, machen die Amerikaner beim digitalen Geld vorwärts.

Aufrücken zu JP Morgan und BoA

So liess die US-Notenbank Federal Reserve Bank Fed zu, dass die Krypto-Börse Kraken ein sogenanntes Master-Konto bei der amerikanischen Zentralbank erhält. Dies ist der Zugang zum Kernzahlungssystem der Fed.

Bisher hatte keine Kryptofirma die Möglichkeit, Zahlungen eigenständig auf den Systemen der Zentralbank abzuwickeln, wo sich auch JP Morgan, Bank of Amerika, Goldman Sachs & Co. tummeln.

Weitere Schritte denkbar

Beobachter sehen dies als Durchbruch für Blockchain-Geld wie Bitcoin, Ethereum oder Stablecoins, also Digitalwährungen, die an den Dollar gebunden sind.

Wer Teil des Interbanken-Zahlungssystems ist, hat sicher auch bald Zugang zu Notfallkrediten, Zinszahlungen auf Reserven und kann Zahlungen an Institutionelle im traditionellen Finanzsystem beschleunigen.

Noch ist es nicht ganz so weit, doch der erste Schritt ist gemacht.

Stück für Stück bauen die USA ein Finanzsystem, welches das Beste aus beiden Welten vereint. Besser geht es wohl kaum.

Ausländer bieten digitalen Franken

Die Schweizerische Nationalbank SNB rühmt sich dagegen, den Anbietern von Stablecoins, also Kryptowährungen, die sich 1:1 an den Franken koppeln und damit stabil sind, keinen Zugang zum SNB-Zahlungssystem zu gewähren.

Dadurch wird es für die Anbieter schwierig, die Anbindung an die Schweizer Währung stets zu gewähren, weil sie auch in Krisenfällen alle Transaktionen über den Finanzmarkt tätigen müssen.

Doch der Schritt der US-Zentralbank Fed zeigt, dass es durchaus auch anders gehen kann. Einen digitalen Schweizerfranken bieten nun schon Ausländer an, weil die SNB nicht aus dem Knick kommt.

Trump trifft Coinbase-CEO

Dieser Tage verbreitet sich auch noch ein wichtiger Schritt, welchen die Krypto-Branche um digitale Assets nach vorne bringt.

Damit ist aber nicht das Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem CEO der wichtigsten US-Krypto-Börse Coinbase, Brian Armstrong, gemeint, was viele Medien berichteten.

Es ist die Klarstellung von Regulierung, die bisher für Unsicherheit gesorgt hatte.

Die US-Börsenaufsicht SEC hatte für tokenisierte Assets erklärt, dass diese analog zu traditionellen Vermögenswerten reguliert würden.

Boom digitaler Vermögenswerte

Dies bedeutet, dass Eigentumsrechte von Krypto-Werten also genau gleich sind, wie bei analogen Vermögenswerten.

Auch der Transfer dieser Assets sowie die Aktionärsrechte gehen auf die Token über, präzisierte die SEC zur Situation. Die Klarheit reduziert Unsicherheit.

Wenn also jemand eine Aktie von Apple auf die Blockchain bringt und handelt, gelten nunmehr die gleichen Regeln, wie für die Apple-Papiere in der angestammten Finanzwelt.

Das ist ein grosser Fortschritt, denn es macht für Investoren damit keinen Unterschied mehr, ob sie die Aktie des iPhone-Herstellers an einer traditionellen Börse kaufen beziehungsweise halten oder bei einer Krypto-Firma.

Schweiz verliert Vorreiterrolle

Die USA haben die strategische Bedeutung der Blockchain-Welt für das Tauschmittel Geld und für die Vermögenswerte der Zukunft verstanden.

Die Schweiz war vor ein paar Jahren bei diesem Thema – etwa mit Facebook-Money Libra – ein Vorreiter in der Krypto-Szene.

Doch dies ist längst Vergangenheit und andere übernehmen.

Mittlerweile zementierten die Schweizer sogar das aussterbende Bargeld in der Bundesverfassung und die Amerikaner bauen ihre Vorreiterstellung beim Digitalgeld mit wichtigen Schritten aus.

09.03.2026/kut.

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