
Der Angriff von den USA und Israel auf Iran wird für viele zum Albtraum. Bei Schweizern verflüchtigt sich damit nicht nur ein Ferienparadies.
Die Folgen des Angriffs von den USA und Israel auf den Iran sind fatal.
Während zahlreiche Israel-Anhänger versuchen, die Auswirkungen seit Samstag kleinzureden, wird das Ausmass mittlerweile klar.
Vormachtstellung sichern
Für die Vereinigten Arabischen Emirate zerplatzt sogar binnen kürzester Zeit das Geschäftsmodell.
Touristen anlocken und Immobilien verkaufen, funktioniert mit den Einschlägen von Raketen und Kampfdrohnen nicht mehr. Das Image, Dubai sei einer der sichersten Orte auf der Welt, ist verschwunden.
Die Emirate müssen sich bei Israel und US-Präsident Donald Trump bedanken. Die Amerikaner und die Israelis wollen sich eine Vormachtstellung im Nahen Osten sichern und zerstören damit die mühevolle Arbeit der Golfaraber.
Raketeneinschläge aus Teheran
Auch Katar hat Probleme mit dem eigenen Geschäftsmodell. Touristen strömen nicht mehr nach Doha, sondern sitzen überall auf der Welt fest und wollen nur noch nach Hause.
Das Königreich Saudiarabien will sich als Tourismusmagnet in der Region positionieren. Auch die dürfte mit den Raketeneinschlägen aus Teheran schwierig werden.
Umweg über Sultanat Oman
Laut offiziellen Angaben warten rund 4800 Schweizer in der Golfregion noch auf die Heimreise.
Allenfalls ein paar Abenteurern war es gelungen, sich bis Riad oder nach Maskat, der Hauptstadt des Sultanats Oman, durchzuschlagen und von dort nach Europa zu gelangen.
Das Eidgenössische Aussendepartement EDA machte, wie schon zu Corona-Zeiten klar, dass Rettungsflüge nicht vorgesehen sind.
Hotelkosten erstatten
Die Schweizer Premiumfluggesellschaft Swiss setzt ihre Flüge von und nach Dubai bis mindestens 6. März aus.
Von Emirates hiess es, einige Rettungsflüge würden wiederaufgenommen.
Doch nach Dubai dürften nur Emirati und Residents reisen, doch Touristen würden auf den Verbindungen in die Nahost-Region keine akzeptiert.
Die Emirate Dubai und Abu Dhabi hatten sich grosszügig gezeigt, und die Hotelkosten für gestrandete Passagiere übernommen. Die meisten Herbergen sind ohnehin in ihren Händen. Insofern ist der Einnahmeausfall verkraftbar, weil nur weniger Geld von der linken in die rechte Tasche fliesst.
Für die meisten Feriengäste ist es aber nur ein kleiner Trost, im Luxushotel auf die Heimreise zu warten, während ringsherum Raketen einschlagen.
Iran zerstört Lebensträume
Für den Immobilienmarkt dürften die amerikanisch-israelischen Angriffe auf die Islamische Republik Iran langfristig fatal sein.
Vielen Käufern oder potenziellen Kunden machten die Raketeneinschläge auf Gebäude in Dubai, Doha & Co. klar, dass nicht nur das Risiko besteht, dass ihnen ein Emir per Dekret ihren Besitz nimmt.
Auch das nahgelegene Mullah-Regime Irans kann den Traum vom Paradies zerstören.
Für viele Schweizer, die an den Golf auswandern wollten, besteht diese Option künftig nicht mehr.
04.03.2026/kut.




