
Das rot-grüne Zürich musste nach über 100 Jahren schon den Wegzug des Bankhauses Vontobel verkraften. Doch der Aderlass geht noch weiter.
In der Schweiz spielt in manchen Dingen zum Glück noch der Wettbewerb.
Die Stadt Zürich wird für Unternehmen immer unattraktiver und andere Regionen gewinnen dadurch.
Relativieren von Verlusten
Vor Kurzem gab das Bankhaus Vontobel nach über 100 Jahren den Wegzug von der Limmat bekannt, wie muula.ch berichtete.
Die Rot-Grünen in der Stadt Zürich traten noch hinterher und meinten, es sei kein Verlust für die Metropole.
Quartier Baden-Nord gewinnt
Doch dem Beispiel von Vontobel folgt nun noch die auf Konsumentenkredite ausgerichtete Cembra-Bank.
Sie werde ihren Hauptsitz von Zürich Altstetten nach Baden im Kanton Aargau verlegen, teilte das Noch-Zürcher Geldhaus am heutigen Donnerstag überraschend mit.
Als neuer Hauptsitz von Cembra sei der Gebäudekomplex Konnex im ehemaligen Industriequartier Baden-Nord vorgesehen, hiess es weiter im Communiqué.
Der Umzug finde voraussichtlich im Herbst 2027 statt, erklärte das Kreditinstitut.
Attraktive Bedingungen
Der neue Standort biete eine moderne Arbeitsumgebung, die optimal auf die Bedürfnisse der Bank und ihre strategische Weiterentwicklung abgestimmt sei, erklärte der CEO Holger Laubenthal zu den Hintergründen des Umzugsentscheids.
Dank der zentralen Lage und der hervorragenden Anbindung an den öffentlichen Verkehr biete der neue Konnex attraktive Rahmenbedingungen für Mitarbeiter und Geschäftspartner.
Zuversicht fehlt
Für das Quartier Altstetten im Zürcher Kreis 9 ist es mit dem Aderlass bitter.
Die Grossbank UBS und der Industriekonzern IBM sind auch keine guten Garanten mehr für Unternehmensansiedlungen.
Zumindest gibt es noch die Zentralwerkstätte der Verkehrsbetriebe Zürich VBZ. Doch ein grosser Wachstumsschub ist da kaum zu erwarten.
Mit den Füssen abstimmen
Zürich muss sich also anstrengen, dass nicht noch mehr Unternehmen der Limmat-Stadt den Rücken kehren.
Wenn ein «Produkt» immer schlechter wird, wenden sich die Kunden mit der Zeit ab – und nichts anderes sind Bürger und Firmen für eine Stadt.
Zum Glück spielt in der kleinräumigen Schweiz diesbezüglich noch der Wettbewerb.
24.09.2026/ena.



