
Die Fantasy Basel entwickelt sich von einer Nische zu einem europäischen Treffpunkt für Comics, Games und Cosplay. Das Konzept kommt gut an.
Die Messe Fantasy Basel hat mit ihrer jüngsten Ausgabe über das Auffahrtswochenende einen neuen Besucherrekord aufgestellt.
Rund 103.000 Besucher strömten diesmal in die Messe Basel und steigerten damit den Vorjahresrekord von 97.000 Besuchern um rund 6,2 Prozent, wie die Fantasy Basel in einem Communiqué nach Abschluss des dreitägigen Events bekanntgab.
Programm auf 8 Bühnen
Die Fantasy Basel hat sich mit ihrer zwölften Ausgabe innerhalb weniger Jahre von einer Nischenveranstaltung zu einem festen Pfeiler im Basler Messegeschäft entwickelt.
Was als Comic- und Popkulturtreffen begann, ist heutzutage ein grosses, wirtschaftlich attraktives Festival für Games, Anime, Cosplay, Film, Comics und Merchandising.


An die rund 850 Stände auf über 100.000 Quadratmetern seien diesmal Besucher aus aller Welt nach Basel gekommen, hiess es vom Messeveranstalter weiter.
Internationale Schauspieler, Content Creators und Künstler hätten ein vielseitiges Programm auf acht Bühnen geboten.
Nintendo zum Spielen
Die Basler Kantonspolizei sowie der Basler Comiczeichner Viktor Bogdanovic waren genauso wieder zugegen.
Eine grosse Gaming-Zone um Nintendo, Pokemon & Co. mutierte zum Publikumsmagneten.


Bereits zum vierten Mal war neben Weltraum-Experten der erste Schweizer Astronaut Claude Nicollier zu Gast und machte Lust auf «Starwars».
Begeisterung fanden bei den Zuschauern erneut die asiatischen Kampfsportvorstellungen oder auch das amüsante Wrestling-Programm.
Verlust der Baselworld
Mit dem neuen Besucherrekord bestätigte die MCH Group, dass sie eine Marktlücke erkannt und systematisch eine Community um Unterhaltung, Autogrammstunden, Fotosessions und Spielespass ausgebaut hat.
Gerade für die gebeutelte Messegesellschaft mit dem Wegfall der Uhren- und Schmuckmesse Baselworld ist die Fantasy Basel mittlerweile ein würdiger Ersatz, wenn auch in einem ganz anderen Genre.
Ganze Stadt einbeziehen
Die Besucher kommen nicht nur zum Schauen, sondern zum Sammeln, Kaufen und Erleben.
Der Merchandising-Bereich ist attraktiv, weil die Fangemeinschaft eine hohe Zahlungsbereitschaft mitbringt und stark auf exklusive Produkte, limitierte Artikel und persönliche Begegnungen reagiert.
Das Konzept wird auch nicht nur mit den Kostümen immer mehr aus den Messehallen in die Stadt am Rheinknie getragen.
Ein besonderes Highlight war 2026 beispielsweise der lancierte internationale Comic-Wettbewerb zum Thema «Freundschaft»; gemeinsam mit dem Cartoonmuseum Basel, Basel Tourismus und der Christoph Merian Stiftung brachte die Fantasy Basel die Comic-Kunst verstärkt in den öffentlichen Raum.
Verleihen von Preisen
Sei es nun ein Schwelgen in Kindheitserinnerungen um die Pilatusdrachen aus den alten Luzerner Sagen, das Träumen vom entfernten Japan oder ein Selfie mit einem Darsteller aus der Serie Harry Porter – die Fantasy Basel bot für Gross und Klein wieder viele Attraktionen.
Selbst die Jagd nach beliebten Sammelkarten gelang oftmals.
Auch Cosplay spielt mittlerweile eine grosse Rolle und sorgt mit der Verleihung eines internationalen Preises für die entsprechende Aufmerksamkeit.


Der bulgarischstämmige Schauspieler Stanislav Yanevski aus «Harry Potter» signierte sogar an seinem Geburtstag die Autogrammkarten und stand für Selfies bereit.
Santiago Ziesmer begeisterte mit seiner Stimme als SpongeBob Schwammkopf auch nach Jahren der Messeteilnahme immer noch die Fans.
Viele glückliche Gesichter
Die Auftritte von Schauspielern, Influencern, Gaming-Stars oder anderen Szenegrössen schaffen dabei Attraktivität und sorgen mit 35-Franken-Autogrammen oder 25-Franken-Selfies für entsprechende Cashflows.
Klar, sind nicht alle über den Kommerz begeistert.
Doch die Messe Basel nimmt allein Millionen mit den Eintrittsgeldern ein. Die Mischung aus Show, Community, Kulinarik, Erlebnis und Handel macht die Fantasy Basel für Besucher, Aussteller und auch den Veranstalter attraktiv.
Die nächste Ausgabe der Fantasy Basel findet vom 6. bis 8. Mai 2027 statt und dürfte auch dann wieder einem neuen Besucherrekord entgegengehen.
17.05.2026/kut.





