
Der Fiskus nahm 2025 rund 12,3 Milliarden Franken an umweltbezogenen Steuern ein, was Firmen stark belastete. Doch das Geld versickert beim Staat.
Die Schweiz ist stolz, zahlreiche Massnahmen für den Klimaschutz zu haben.
Eine Form sind Umweltsteuern, die in den vergangenen Jahren immer mehr Geld in die Staatskasse gespült haben.
Grossteil von Energie und Verkehr
2025 beliefen sich die Einnahmen aus den umweltbezogenen Steuern auf 12,3 Milliarden Franken, wie das Bundesamt für Statistik BFS zu den neuesten Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung mitteilte.
Im Jahr 1990 lag der Wert noch ungefähr halb so hoch.

Von den rund 12 Milliarden Franken gingen rund 56 Prozent auf Energiesteuern, rund 42 Prozent auf Verkehrssteuern und rund 2 Prozent auf Emissionssteuern zurück, hiess es weiter.
Bürger steuern Milliarden bei
Knapp 47 Prozent dieser Umweltsteuereinnahmen stammten von der Wirtschaft, erklärten die Statistiker. Das sind immerhin fast 6 Milliarden Franken.
Rund 44 Prozent belasteten die Schweizer Haushalte, was rund 5,4 Milliarden Franken aus den Taschen der Bürger zieht.

Die restlichen 9 Prozent der umweltbezogenen Steuereinnahmen zahlten Haushalte oder Unternehmen, die nicht in der Schweiz ansässig seien, so das BFS weiter.
Vom Ausland erhielt die Schweiz im vergangenen Jahr also rund 1,1 Milliarden Franken.
Freiwillige Lösungen sind dabei kaum zu erkennen, wie die grüne Linie in der Grafik zeigt. Die Mehrheit sind Zwangsabgaben.

Die Mehrheit der Umweltabgaben stellen Emissionssteuern dar. Doch seit 2008 tragen stationäre Energiesteuern einen immer grösseren Anteil der Staatseinnahmen bei.
Die Mobilität spült dem Fiskus weniger Geld in die Kassen – deshalb gewährt Finanzministerin Karin Keller-Sutter auf den Import von Elektroautos auch keine Steuerbefreiung mehr.
Durch den Elektroboom wurde die Schweizer Staatskasse nämlich immer leerer.
Industrie leidet
Die Belastung der Wirtschaft geht dabei zu rund 25 Prozent auf die Branchen Verkehr und Lagerei zurück.
Das verarbeitende Gewerbe, also die Industrie, wird bei diesen Steuern mit 15 Prozent zur Kasse gebeten.

Die Schweiz schröpft das Baugewerbe und den Handel mit jeweils über 10 Prozent.
Wenn Firmen diese Steuern nicht an den Fiskus zahlen müssen, könnten sie ihre Verkaufspreise senken – insofern sollte es auch das Volk interessieren.
Versichern im Staatshaushalt
Wer nun glaubt, die Schweiz würde mit den 12,3 Milliarden Franken, die alleine im Jahr 2025 angefallen sind, etwas Sinnvolles im Umweltbereich machen, täuscht sich.
Das meiste Geld ist für andere Zwecke als das Klima gebunden.

Mehrere Milliarden fliessen ohnehin einfach so in den allgemeinen Staatshaushalt der Schweiz, wie die Statistiker herausfanden.
Gerade einmal rund 2 Milliarden Franken fliessen wieder in den Umweltbereich.
Gut, Steuern sind als Abgaben ohne Anspruch auf eine Gegenleistung definiert. Und Steuern werden auch nicht erhoben, um eine ganz bestimmte Staatsaufgabe zu finanzieren.
Doch in der Schweiz haben sich im Deckmantel des Klimaschutzes mittlerweile jährliche Milliardeneinnahmen für den Staat etabliert.
04.05.2026/kut.





