
Die neuesten Konjunkturprognosen trüben sich angesichts des Iran-Krieges und des Erdölpreisschocks ein. Doch ein Boom soll vom Schweizer Staat kommen.
Die US-Importzölle und der US-israelische Angriffskrieg gegen die Islamische Republik Iran lassen die Konjunkturprognostiker vorsichtiger werden.
Sowohl das KOF Institut an der ETH Zürich als auch das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco passen ihre Konjunkturprognosen nach unten an.
Optimistisch bei Verbrauchern
Bei dauerhaft um 30 Prozent höheren Erdölpreisen fiele das Bruttoinlandprodukt BIP Ende 2027 um 0,6 Prozent tiefer aus als in der Basisprognose, hiess es etwa von den Wissenschaftsexperten.
Eine wichtige Stütze bleibe der private Konsum, erklärte das KOF Institut weiter.
Der Konsum Privater entwickelte sich zuletzt robust und dürfte trotz schwächerem Arbeitsmarkt dank tiefer Inflation und stabilem Lohnwachstum auch im Prognosezeitraum robust bleiben, so die Prognostiker.
Staat sieht Konjunkturprogramm
Doch beim Seco sieht das Zugpferd für die Schweizer Volkswirtschaft ganz anders aus.
Die Expertengruppe Konjunkturprognosen des Bundes senkt zwar die Prognose für das Wirtschaftswachstum in der Schweiz um 0,1 Prozentpunkte auf 1,0 Prozent ganz gleich.
Der Privatkonsum solle 2026 jedoch weniger stark zulegen, wie aus den Detaildaten des Seco hervorgeht.

Dagegen steigt das Ausgabeverhalten der öffentlichen Hand rasant. Statt eines Anstiegs um 0,4 Prozent geht das Seco nun von 1,8 Prozent und damit einem deutlichen Konsumschub des Schweizer Staates aus.
Die Angaben sehen regelrecht wie ein Konjunkturprogramm von Bundesbern aus.
Die Dienstleistungsexporte gehen in der Prognose auch markant zurück. Selbst bei Warenimporten ist der Bund pessimistischer als auch schon.
Steuern werden steigen
Alles in allem ist die Schweizer Volkswirtschaft gut aufgestellt.
Ein Wirtschaftswachstum von 1 Prozent ist keine Krise, denn während der Coronavirus-Pandemie ging das Schweizer BIP beispielsweise um 2,0 Prozent zurück.
Der ständig steigende Staatskonsum ist allerdings problematisch, denn die Ausgaben der Beamten sind die Steuern von morgen, wie es immer so schön heisst.
19.03.2026/kut.





