
Der Angriff Israels und von den USA auf die Islamische Republik Iran birgt viele Gefahren für die Welt. Am meisten muss US-Präsident Donald Trump zittern.
Die Iraner sind den Amerikanern und Israelis zum zweiten Mal bei Verhandlungen um ihr Atomprogramm auf den Leim gegangen.
Sohn wird Religionsführer
Die Informationsübermittlung von Muskat im Oman und nun auch von Genf an den höchsten Führer der Islamischen Republik Iran, Ayatollah Khamenei, verriet seinen Aufenthaltsort, und damit konnten ihn Israel zusammen mit den USA ausschalten.
Doch was kommt nach dem Märtyrertod des iranischen Anführers?
Derzeit deutet alles darauf hin, dass sein 56-jähriger Sohn, Mojtaba Hosseini Khamenei, in die Fussstapfen der Islamischen Revolution steigen und den Kampf gegen die Feinde Irans fortsetzen wird.
Khamenei hatte Recht
Damit wären die Pläne sofort Makulatur, eine Marionette von den USA, wie den Sohn des letzten Schahs von Persien, Reza Pahlavi, als neuen Führer Irans zu installieren.
Das ganze Land mit seinen 90 Millionen Einwohnern könnte aber auch in regionale Konflikte zerfallen und zur Gefahr für ganz Nahost werden.
Derzeit formiert sich enormer Widerstand gegen die Angreifer aus dem Westen.
Nicht wenige Iraner denken nun nach dem Tod ihres langjährigen Ayatollahs: Er hat jahrzehntelang mit seinen Warnungen zu den Ambitionen Israels und den USA die Wahrheit gepredigt.
Erdölpreis explodiert
Eins ist mit dem Angriff der Israeli und der Amerikaner auf den Iran schon klar: Die Welt wird nicht mehr wie vorher sein.
Damit ist nicht einmal gemeint, dass Dubai, Doha, Abu Dhabi mit den Raketen- und Kampfdrohneneinschlägen als Touristenziele künftig wohl unattraktiv sind.
Am morgigen Montag dürften die Börsen die Gefahren für die Welt und die Weltwirtschaft zeigen. Geht der Erdölpreis durch die Decke, könnte die Welt in eine globale Rezession schlittern.
Die Strasse von Hormus, das Nadelöhr für den Welthandel, ist momentan von den Iranern blockiert. Damit können Indien, China und auch Japan einen Grossteil ihrer Erdöllieferungen nicht mehr beziehen.
China erhält laut Schätzungen rund 17 Millionen Barrel täglich über diesen Weg – wenn er versperrt ist, können Pipelines aus Russland oder Zentralasien den Ausfall kaum übernehmen.
Transportkosten steigen
Neben dem Ausfall von Erdöllieferungen trifft eine Blockade der Strasse von Hormus, welche die Iraner für den Fall eines Angriffs angekündigt hatten, auch den Welthandel anderer Güter.
Die Umwege, welche Transportschiffe nun fahren müssen, führen nicht nur zu Verzögerungen in den Logistikketten, sondern auch zu eklatanten Preiserhöhungen bei für den Transport.
Midterm-Wahlen rücken näher
Neben dem höheren Erdölpreis verteuert dies viele Waren, die aus Asien nach Europa oder Amerika gelangen. Dies dürfte vielerorts zu einem Ansteigen der Inflation führen.
Am meisten muss US-Präsident Donald Trump eine Erhöhung der Teuerung befürchten, weil die Amerikaner stark vom Erdöl abhängen.
Mehr «schwarzes Gold» in Saudiarabien zu fördern, wenn es keine Transportmöglichkeiten gibt, nützt eben auch nichts.
Die Midterm-Wahlen im November werden für Trump zur Zitterpartie. Den meisten Amerikanern ist der Iran egal – die Preise der Lebensmittel und des Benzins dagegen nicht.
Insofern könnten die USA versuchen, am Erdölmarkt zu intervenieren.
Geldpolitik der Schweiz fällt aus
Die Schweizer sind in der glücklichen Situation, dass quasi mit jeder Krise der Franken steigt. Somit schlagen sich Preisexplosionen auf dem Weltmarkt letztlich über den starken Schweizerfranken nicht so deutlich in ihrer Inflationsrate nieder.
Doch rutscht die ganze Welt in eine Rezession, hat die exportorientierte Volkswirtschaft der Schweiz auch nichts zum Lachen.
Die Realität sieht dann düster aus: Weniger Nachfrage aus dem Ausland, dazu eine teure Landeswährung und eine Nationalbank, welche die Wirtschaft nicht mehr über sinkende Zinsen stimulieren kann, weil ihr Leitzinsniveau schon bei null Prozent liegt.
Schweiz kauft US-Staatsanleihen
Die amerikanische Notenbank Federal Reserve Bank Fed hat da aber im Gegensatz zur Schweiz noch viel Spielraum nach unten.
Blöderweise kann die Schweiz ihre eigene Währung auch nur schwächen, indem die Schweizerische Nationalbank SNB massenhaft Dollar-Assets kauft.
Trump würde dies freuen, weil er damit eine grosse Nachfrage für seine US-Treasuries bekommt.
Kaufzurückhaltung bei Privaten
Und brechen möglicherweise noch die Börsen zu all den Risiken ein, weil das Gewinnwachstum der globalen Unternehmen mit der Eskalation des Iran-Konfliktes ins Stottern kommt, muss sich die Schweiz noch wärmer anziehen.
Das Ersparte bei AHV, 2. Säule, & Co. sowie in den Depots bringt dann weniger.
Und der Privatkonsum, eine tragende Säule der Volkswirtschaft, reduziert sich dann automatisch.
01.03.2026/kut.




