ZKB trotzt dem Nullzinsumfeld

Logo der Zürcher Kantonalbank ZKB an der Zürcher Bahnhofstrasse
Die ZKB erhöht den Gewinn um über 10 Prozent. (Bild: muula.ch)

Die Zürcher Kantonalbank ZKB steigert den Gewinn. Dem Geldhaus gelang die Verteidigung der Zinsmarge und das Drehen an der Gebührenschraube.

Die Zürcher Kantonalbank ZKB hat sich 2025 wacker geschlagen.

Die Erträge stiegen um 4 Prozent auf 3,2 Milliarden Franken.

Zuwachs der Kundenvermögen

Unter dem Strich verblieben laut einer Medieninformation vom Freitag rund 1,2 Milliarden Franken an Konzerngewinn, was einer Steigerung um 10,8 Prozent gegenüber 2024 entsprach.

Die Kundenvermögen legten dabei um 11,2 Prozent auf 579,0 Milliarden Franken zu, hiess es von dem systemrelevanten Geldhaus weiter.

Risiken im Immobilienbereich

Alle drei Pfeiler des Geschäftsmodells, also der Zinsüberschuss, die Gebühreneinnahmen und der Eigenhandel, hätten zum sehr erfreulichen Geschäftsergebnis beigetragen, erklärte die ZKB um CEO Urs Baumann zu den Entwicklungen.

Das Zinsgeschäft – der bedeutendste Ertragspfeiler der Bank – liege trotz anspruchsvollem Zinsumfeld mit einem Netto-Erfolg in der Höhe von rund 1,7 Milliarden Franken auf Vorjahresniveau.

Das ist überraschend, weil die Leitzinsen auf Null gesunken sind. Die Staatsbank verstand es, die Zinsmarge zu verteidigen.

Böse Zungen behaupten, mit dem Wegfall der Credit Suisse leidet eben der Wettbewerb, der das Preisgefüge unter Druck bringen würde.

Split der Erträge bei der ZKB
Die ZKB hat ein diversifiziertes Geschäftsmodell. (Screenshot: muula.ch)

Der Hypothekarbestand ist sogar um weitere 4,3 Prozent auf mittlerweile 111,2 Milliarden Franken gestiegen.

Dies sei bei unverändert hohen Qualitätsstandards in Bezug auf Kreditnehmer und finanzierte Liegenschaften erfolgt, erklärte die ZKB vor dem Hintergrund, dass angesichts einer drohenden Immobilienblase das Portfolio als zu riskant angesehen werden könnte.

Erhöhung von Gebühren

Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, der zweitgrösste Ertragspfeiler der Staatsbank, erhöhte sich um 5,7 Prozent auf rund 1,1 Milliarden Franken. Massgeblich habe der Kommissionsertrag aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft dazu beigetragen, hiess es zu den Entwicklungen.

Gerade im Nullzinsumfeld müssen Kreditinstitute ihre Gebühreneinnahmen erhöhen, um überhaupt noch Geld zu verdienen.

Der ZKB ist dies – neben dem konstanten Zinsertrag – sehr gut gelungen.

Der dritte Ertragspfeiler, der Handelserfolg, legte angesichts des dynamischen Marktumfeldes sogar um 21,3 Prozent auf 427 Millionen Franken zu.

Magere Beteiligung

Die Eigentümer können sich über all dies besonders freuen.

Der Kanton Zürich und die Gemeinden partizipieren mit insgesamt 581 Millionen Franken am Erfolg der Zürcher Kantonalbank, immerhin ein kleines Plus von 3,4 Prozent.

Entwicklung Vorsteuergewinne der ZKB
Die Vorsteuergewinne der ZKB spriessen in den Himmel. (Screenshot: muula.ch)

Die Gemeinden erhalten eine Dividendenerhöhung von 1,9 Prozent auf 175 Millionen Franken. An den Kanton fliessen mit insgesamt 406 Millionen Franken rund 3,6 Prozent mehr.

Angesichts der Gewinnsteigerung um fast 11 Prozent partizipieren die Eigentümer aber nicht so dynamisch.

Die ZKB wolle die Wachstumschancen in den Bereichen Privat- und Firmenkunden, Private Banking und Asset Management weiter nutzen und an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen, sagte CEO Baumann zum positiven Ausblick.

06.02.2026/kut.

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