Trump verhängt Strafgebühren auf Schweizer Importe

US-Präsident Donald Trump mit erhobener Hand vor einer US-Flagge
US-Präsident Donald Trump gab sich kämpferisch. (Bild: G. Altmann / pixabay)

US-Präsident Donald Trump hat seine Ankündigung zu neuen Schutzzöllen wahrgemacht. Auch die Schweiz ist stark betroffen und reagiert sofort.

Der neue starke Mann im Weissen Haus, Donald Trump, hat seine Muskeln spielen lassen.

Zum Handelsstreit mit vielen Ländern hat der US-Präsident in der Nacht auf Donnerstag die konkreten Schutzzölle von den USA im berühmten Rosengarten seines Amtssitzes vorgestellt.

Unfaire Handelspraktiken

Für die Schweiz hat er Tarife, welche auf Schweizer Importe nach den USA gezahlt werden müssen, von 31 Prozent angekündigt.

Er selbst stellte die Zahl von 61 Prozent in den Raum, welche US-Firmen bei Exporten in die Schweiz zahlen müssten.

Trump sprach von «Liberation Day», einem Befreiungstag für die US-Wirtschaft von unfairen Handelspraktiken, welcher in die Geschichte eingehen werde.

Die USA würden immer halb so viel erheben, wie die Zölle der Staaten auf US-Waren betragen, hiess es.

Automobilindustrie im Fokus

China kam dabei mit 34 Prozent an neuen US-Importzöllen weg. Bei der Europäischen Union (EU) verhängte Trump immerhin 20 Prozent.

Stark traf es unter anderem Kambodscha, das offenbar 49 Prozent auf die Einfuhren aus dem bettelarmen Land künftig an die USA zahlen muss.

Für Japan, und da insbesondere für die Automobilindustrie, nannte Trump 24 Prozent an neuen Schutzzöllen.

Auch deutsche, französische und italienische Fahrzeughersteller sowie die Zulieferindustrie sind von den Massnahmen stark betroffen.

Verkaufsförderung über Manipulation

Der US-Präsident will mit Tarifen die bestehenden Handelsungleichgewichte ausgleichen und für die Verlagerung von Produktionen in die USA sorgen.

Gerade die Schweiz verkauft den USA deutlich mehr als das Land den Vereinigten Staaten abnimmt. Schweizer Hauptexportschlager sind Chemie- und Pharmaprodukte sowie Uhren, Schokolade und Maschinen.

Zudem schwächt die Schweizerische Nationalbank SNB regelmässig den Schweizerfranken, was in den Augen von Trump als unfaire Massnahme zur Verkaufsförderung gilt.

Gegenmassnahmen überlegen

Die amtierende Bundespräsidentin der Schweiz, Finanzministerin Karin Keller-Sutter, reagierte umgehend auf die neuen Zollsätze von 31 Prozent für Schweizer Exporte in die USA.

Der Bundesrat nehme den Zoll-Entscheid von den USA zur Kenntnis, hiess es auf der Plattform X (Twitter), wo die FDP-Bundesrätin unlängst extra einen Account eingerichtet hat.

Die Landesregierung werde rasch das weitere Vorgehen festlegen, hiess es weiter. Die EU kündigte aber umgehend Gegenmassnahmen an.

Hochtrabende Worte

Im Vordergrund stünden für die Schweiz die langfristigen wirtschaftlichen Interessen des Landes, erklärte Keller-Sutter überlegt.

«Treue zum internationalen Recht und Freihandel bleiben zentrale Werte», gab sich die Schweizer Bundespräsidentin zwar kämpferisch in den Sozialen Medien

Doch, wie schon jedes Kind im Lande weiss, knickt die Schweiz noch immer vor den USA ein.

03.04.2025/kut.

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