US-Präsident Trump begeht Putin-Fehler

US-Präsident Donald Trump
US-Präsident Donald Trump unterschätzt die Stärke Irans. (Bild: PD)

US-Präsident Donald Trump hat sich ohne Not in einen Krieg mit Iran hineinziehen lassen. Schon jetzt stehen die USA dabei als Verlierer fest.

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben sich durch die Hardliner Israels in einen komplexen und langwierigen Konflikt verwickeln lassen.

Teheran gut vorbereitet

US-Präsident Donald Trump gab seinen Widerstand gegen das Drängen des israelischen Premiers Benjamin Netanyahu auf und willigte in einen erneuten Angriff auf die Islamische Republik Iran ein.

Doch das Mullah-Regime in Teheran hat sich Jahrzehnte auf diesen Moment vorbereitet.

Auch die Auslöschung des 86-jährigen Ayatollahs Khamenei, des Hauptfeindes Israels, ist logischerweise Teil der Planungsszenarien gewesen.

Schweiz nutzte gleiche Strategie

Welche Möglichkeiten hat ein Land, wie Iran, sich gegen die Übermacht von Israel und den USA zu wehren?

Eigentlich keine, ausser, das Land zieht Verbündete von den USA mit in den Konflikt hinein.

Die Schweiz kennt diese Situation selbst sehr gut. Zwar nicht so heftig, wie bei der Islamischen Republik Iran, doch das Prinzip ist das Gleiche.

Als Libyens Diktator Gaddafi zwei Schweizer als Geiseln nahm, konnte die Eidgenossenschaft den Managern des Energietechnik-Konzerns ABB nicht helfen.

Am Ende entschied der Bundesrat, die EU mit in das Problem hineinzuziehen, indem die Schweiz den Gaddafi-Clan im Schengen-Reisesystem sperrte und Brüssel die Lösung des Schweizerischen Problems übernahm.

Traum vom Paradies zerstören

In Iran ist es nun vom Prinzip her ähnlich.

Die Iraner haben mit dem Rücken zur Wand praktisch keine Möglichkeit, die USA sowie Israel zur Aufgabe des Angriffskrieges zu bewegen. Somit attackieren sie Nachbarländer, die bei US-Präsident Trump auf ein Ende des Krieges hinwirken sollen.

Dies geschieht mit Bildern von Luxushotels in Dubai, die in Flammen stehen und damit die Vision der Vereinigten Arabischen Emirate vom Traum-Tourismus-Ziel und vom Immobilienparadies zerstören.

Inflation im Westen befeuern

Dies geschieht über Chaos an Flughäfen von Doha, Abu Dhabi, Kuwait & Co. sowie dem Durchkreuzen von Reiseplänen von Millionen.

Dies geschieht aber auch, indem der Transport von Erdöl und Flüssiggas LNG durch die Strasse von Hormus verunmöglicht wird.

Die Folgen wegen der Explosion der Erdöl- und Erdgaspreise spüren die Menschen schon bald weltweit bis ins letzte Dorf der Schweizer Alpen.

Putin schon im 5. Kriegsjahr

Die Amerikaner hatten dagegen gehofft, die Iraner würden massenhaft auf die Strassen rennen, um den Tod von Ayatollah Khamenei zu feiern.

Das Regime sitzt jedoch fest im Sattel, und solange unklar ist, wie es weitergeht, ist ein Sturz der Strukturen über Massendemonstrationen kaum wahrscheinlich.

Es ist einfach, einen Krieg zu beginnen. Das Hauptproblem bei einem Krieg ist aber: Wie soll er gesichtswahrend enden, ohne als Verlierer dazustehen?

Dies musste Russlands Präsident Wladimir Putin in der Ukraine bitter lernen. Der Machthaber im Kreml dachte, Kiew in ein paar Tagen erobert zu haben.

Nun geht der kräftezehrende Angriffskrieg Russlands gegen Kiew bereits im 5. Jahr. US-Präsident Trump, der eigentlich nie einen Krieg führen wollte, begeht quasi den gleichen Fehler wie Putin.

Glaubwürdig verloren

Die einzig verbliebene Lösung ist, die Gefechte einzustellen und auf eine diplomatische Lösung hinzuwirken.

Doch das passiert erst, wenn in den USA immer mehr Menschen fragen: Weshalb müssen US-Soldaten im Nahen Osten sterben und weshalb steigen die Preise in den amerikanischen Supermärkten sowie Tankstellen?

Die USA stehen bereits als Verlierer dieses Krieges fest. Bisher hatten sie die Kriegslüste Israels gegen die Islamische Republik Iran stets im Zaum gehalten.

Als Schutzmacht des jüdischen Staates in Nahost sorgten die Amerikaner mit Glaubwürdigkeit für Stabilität, und die ist jedoch weg.

03.03.2026/kut.

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