
Die Entwicklung Künstlicher Intelligenz KI prägt unsere Zeit. Doch ein langfristiger Vergleich verrät Unterschiede zu anderen Fortschrittsperioden.
Die Idee von Künstlicher Intelligenz KI ist bereits viele Jahrzehnte alt.
Die Menschen wollten nämlich schon immer Maschinen haben, die für sie denken können.
Erwähnung bereits 1956
Vor rund 70 Jahren waren Wissenschafter an einem Summercamp der Meinung, dass alle Aspekte der Intelligenz für Maschinen genügend genau beschrieben seien, damit Computer diese simulieren können.
So steht es zumindest in einer aktuellen Analyse zu KI von Deutsche Bank Research über das Darmouth Summer Research Camp vom Jahr 1956.
Geräteverbreitung als Flaschenhals
ChatGPT, Perplexity, Gemini, Claude, Kimi, Grok & Co. sind also die Resultate eines langen Forschungsweges, der in jüngster Zeit einfach einen Entwicklungsschub erfahren hat.
Während jedoch die Rechenleistung je Einheit extrem günstig geworden ist, steigt die Energienutzung für Rechenzentren quasi ins unermessliche.

Für technologische Entwicklungen stellte aber die Hardware seit rund 200 Jahren immer wieder einen Flaschenhals dar, wie die Experten der Deutschen Bank verdeutlichen.
Der Erfolg eines Entwicklungsschrittes hing bei Festnetztelefonie, Automobilen, Kühlschränken, Farbfernsehern oder etwa Smartphones immer davon ab, wie die Konsumenten an die entsprechenden Geräte kamen.
KI-Anbieter mit Server und Computerchips
Doch diesmal mit KI müssten die Verbraucher die knappe Hardware nicht besitzen, sondern diese wird quasi im Hintergrund über das Internet bezogen, hiess es.
Das ist ein gewaltiger Unterschied, weil für die Denkhilfen keine neuen Geräte angeschafft werden müssen, sondern diesmal die Anbieter bei der Hardware im Hintergrund gefordert sind und dies der limitierende Faktor ist.
Ständiger Zuwachs
Damit ist die Chipproduktion in den Datenzentren gemeint. Die Schübe bei der Produktivität waren in der Vergangenheit auch stets nur langfristig sichtbar.

Die Hardware brauchte Zeit, um sich in Produktivitätsfortschritten niederzuschlagen.
Das dürfte diesmal auch wieder so sein, mit dem Unterschied, dass die Konsumenten keine Geräte kaufen müssen.
Firmen hinken hinterher
Es gibt allerdings noch weitere Unterschiede zu früheren Entwicklungsphasen.
Die Innovationen setzen sich diesmal bei Privatleuten viel rascher als bei Unternehmen durch.
Während es beispielsweise nur Minuten dauere, eine KI-App zu installieren und damit für die intelligenten Helfer quasi nutzungsbereit zu sein, liessen sich Firmen viel Zeit, erklärte die Deutsche Bank zudem.
Das Anpassen der Geschäftsprozesse dürfte Jahre in Anspruch nehmen, hiess es weiter.
Auslöschung der Menschheit?
Und eine Marktführerschaft in früheren Entwicklungsphasen garantiert bei KI nicht, langfristig zu den Gewinnern zu zählen.
Google Gemini holte beispielsweise zu ChatGPT zuletzt enorm auf. Doch den Traum von Künstlicher Intelligenz träumen Menschen schon seit rund 7 Jahrzehnten – wer weiss da schon, wie es in ein paar Jahren aussehen wird.

Die Projektionen für eine gute Entwicklung zeigen sich bei den Amerikanern.
Weiss die Menschheit die KI zu nutzen, geht es mit der Produktivität pro Kopf in den USA enorm bergauf.
Geht es jedoch schief, sinkt die Produktivität je Einwohner auf null und das war es dann für die Menschheit.
17.10.2026/kut.




