
Derzeit zieht es viele Schweizer auf die Skipisten. Doch dort passieren Unfälle, die wegen einer Entwicklung höhere Schäden für das Land verursachen.
Rund 35.000-mal kracht es in der Schweiz bei Ski- und Snowboard-Unfällen pro Jahr.
Ski- und Snowboardunfälle sind keine Randerscheinung, weil dies die beliebtesten Wintersportaktivitäten der Schweizer sind.
Über 800.000 Ausfalltage
Die Folgen der rund 35.000 Schneesportunfälle dauerten mittlerweile aber deutlich länger als früher, erklärte der staatliche Unfallversicherer Suva zu den Entwicklungen.
Der Ausfall an Arbeitszeit durch solche Ungeschicke betrage jährlich schon rund 3300 Arbeitsjahre, hiess es weiter.
Es seien 827.000 Ausfalltage bei diesen Freizeitaktivitäten, welche die Firmen und Arbeitsteams dann ohne die Unfallopfer bewältigen müssten. Mit anderen Worten: Die volkswirtschaftlichen Schäden werden höher.
Überproportionale Steigerung
Ein Blick auf die Entwicklung der vergangenen 15 Jahre zeigt zudem, dass die Zahl der Wintersportunfälle seit Mitte der 2000er-Jahre nur leicht gestiegen ist.
Das Plus betrage lediglich 6 Prozent, erklärte der Luzerner Unfallversicherer.
Die entschädigten Arbeitstage nahmen im gleichen Zeitraum jedoch überproportional zu und stiegen um 16 Prozent.
Schweizer fallen mittlerweile nach Schneesportunfällen also deutlich länger aus als früher.

Die staatliche Suva liefert auch gleich noch die Hintergründe für diese Negativentwicklung. Es liege hauptsächlich an der demografischen Entwicklung.
Unter den Verunfallten habe der Anteil der über 44-Jährigen in den vergangenen 15 Jahren deutlich zugenommen.
Längere Arbeitsunfähigkeit
Die höchste Zahl an Ausfalltagen entstand bei den 45- bis 54-Jährigen.
Zudem zeige sich ein deutlicher Altersunterschied bei der Dauer der Arbeitsunfähigkeit: Während Personen im Alter von 15 bis 24 Jahren nach einem Schneesportunfall im Durchschnitt rund 21 entschädigte Ausfalltage pro Fall verzeichneten, belaufe sich dieser Wert bei den 55- bis 64-Jährigen schon auf rund 27 Tage.
Zwar gibt die Luzerner Suva noch allerlei Tipps, wie sich Unfälle vermeiden liessen.
Das ist aber nicht ganz eigennützig, denn der Unfallversicherer will ja nicht für den steigenden Trend weiter aufkommen müssen.
08.02.2026/kut.





