
Der Richemont-Konzern hat erneut gute Umsätze erzielt. Dabei entwickelten sich einige Sorgenkinder des Herstellers von Luxusgütern ganz passabel.
Der Luxusgüterkonzern Richemont hat im 3. Geschäftsquartal den Umsatz um 4 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro gesteigert.
Zu konstanten Wechselkursen habe das Plus von Oktober bis Dezember 2025 sogar bei 11 Prozent gelegen.
Währungszerfall belastet
Dies teilte das Genfer Unternehmen um die Schmuckmarken Cartier, Van Cleef & Arpels sowie Vhernier und um die Uhrenmanufakturen IWC, A. Lange & Söhne, Jaeger-LeCoultre, Panerai, Piaget sowie Vacheron Constantin am heutigen Donnerstag überraschend mit.
In Europa legten die Erlöse um 6 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zu. Zu konstanten Wechselkursen habe das Plus bei 8 Prozent gelegen, hiess es weiter
Die Region Americas legte im Weihnachtsgeschäft ebenfalls um 6 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zu.
Unter Ausklammerung der Währungseffekte habe das Plus sogar bei 14 Prozent gelegen, was zeigt, wie gut sich die Absätze der Richemont-Produkte in Übersee gestalten.
Hongkong rappelt sich auf
Die Region Asien-Pazifik erzielte allerdings weniger Umsatz. Das Minus betrug 2 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro.
Zu konstanten Wechselkursen hätte zumindest noch ein Plus von 6 Prozent resultiert.
Der Umsatz in China, Hongkong und Macau sei um 2 Prozent gestiegen, erklärte Richemont zu den altbekannten Sorgenkindern.
Die Besserungen seien hauptsächlich auf die solide Aktivität in Hongkong zurückzuführen.
Japaner fahren auf Schmuck ab
Positiv entwickelte sich in Asien der japanische Markt, den Richemont separat ausweist und der den Umsatz um 7 Prozent auf 632 Millionen Euro steigerte.
Schmuck um Diamanten, Saphire, Smaragde, Musgravite, Opale & Co. sei in Japan förmlich zum Kassenschlager geworden. Vor ein paar Monaten sah es noch sehr kritisch aus, wie muula.ch berichtete.
Zu konstanten Wechselkursen habe das Plus sogar bei 17 Prozent gelegen, hiess es weiter stolz. In dieser Zahl drückt sich die Schwäche der japanischen Währung Yen aus.
Konstanter Umsatzzuwachs
Das Schmuckgeschäft legte insgesamt um 6 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro zu. Einen Lichtblick gab es bei den Uhrenverkäufen, deren Umsatz um 1 Prozent auf 872 Millionen Euro stieg. Die Zeitmesser von Richemont liefen sonst eigentlich gar nicht gut.
Rechnet man die ersten drei Quartale des laufenden Geschäftsjahres zusammen, erhöhte sich der Umsatz wie im Halbjahr um 5 Prozent auf 17 Milliarden Euro.
Zu konstanten Wechselkursen habe das Plus für den 9-Monats-Zeitraum sogar bei 10 Prozent gelegen.
Investoren enttäuscht
Wie gut es unter dem Strich gelaufen ist, will der Luxusgüterkonzern im Mai darlegen, wenn sein viertes Geschäftsquartal per März 2026 zu Ende gegangen ist.
Im Halbjahr hatte sich der Konzerngewinn vervielfacht. Von Krise kann also keine Rede sein.
Die Investoren hatten sich aber mehr von den Richemont-Weihnachtsgeschäften versprochen und viele machten an der Börse daher Kasse.
Die Richemont-Papiere sanken um über 2,4 Prozent.
15.01.2026/kut.





