Mager-Gewinn bei Milchverarbeiter Emmi

Hauptsitz des Emmi-Konzerns in Luzern
Der Milchverarbeiter Emmi erwirtschaftet vergleichsweise wenig Gewinn. (Bild: PD)

Der Emmi-Konzern wuchs 2025 zwar beim Umsatz stark. Doch unter dem Strich blieb das Geschäft des Luzerner Milchverarbeiters wenig profitabel.

Was ist eine gute Gewinnmarge? Bei dieser Frage scheiden sich die Geister.

Sind es 10, 20 oder womöglich sogar 30 Prozent?

Akquisitionen bringen Umsatz

Klar ist jedenfalls, dass 4,8 Prozent an Gewinnmarge nicht ausreichend sind. Doch diesen Wert erwirtschaftete der Luzerner Milch-Konzern Emmi im vergangenen Jahr, wie das Unternehmen am Donnerstag bekanntgab.

Dies sind sogar 0,3 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2024.

Der Nettoumsatz stieg zwar um 9,1 Prozent auf 4,7 Milliarden Franken.

Dabei wirkte vor allem ein Akquisitionseffekt positiv, welchen das Unternehmen auf 7,9 Prozent beziffert. Der starke Schweizerfranken haute mit 3,1 Prozent negativ beim Umsatz rein.

Geberit macht 20 Prozent

Der Reingewinn des Joghurt- und Käseherstellers stieg nicht im gleichen Umfang, wie die Verkäufe.

Unter dem Strich resultierte ein Konzernergebnis von 227 Millionen Franken, was einem Zuwachs von 3 Prozent entsprach. Emmi machte gestiegene Finanzierungskosten sowie den starken Schweizerfranken für die Entwicklungen verantwortlich.

Nun sind aufgrund der gestiegenen Umsätze die Gewinnmargen rückläufig. Doch 4,8 Prozent ist durchaus mager, wenn man etwa auf den Sanitär-Konzern Geberit blickt, der auf 20 Prozent kommt.

Erhöhung der Ausschüttung

Doch noch eine Kennzahl ist bei Emmi bezeichnend.

Es ist die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Roic), die 2025 um 1 Prozentpunkt auf nur 7,6 Prozent zurückging.

Der Schliesstechnik-Konzern Dormakaba kam bei dieser Kennzahl trotz eines Gewinneinbruchs auf über 30 Prozent, wie muula.ch berichtete.

Und auch Emmi wies schon deutlich bessere Kapitalrenditen auf, wie aus der mehrjährigen Kennzahlenübersicht hervorgeht und auch muula.ch bereits thematisierte.

Kennzahlenvergleich über mehrere Jahre von Emmi
Emmis Gewinnmargen gehen deutlich zurück. (Screenshot: muula.ch)

Vor dem Hintergrund der starken Bilanz schlägt der Verwaltungsrat von Emmi der Generalversammlung aber im Sinne einer kontinuierlichen Dividendenpolitik vor, die Dividende um 6,1 Prozent beziehungsweise um 1,00 Franken auf 17,50 Franken pro Aktie anzuheben.

Investoren laufen davon

Für das laufende Geschäftsjahr stellt das Management von Emmi auch nicht viel Euphorie in Aussicht. Die Reingewinnmarge solle in einer Bandbreite zwischen 4,8 und 5,3 Prozent zu erliegen kommen. Viel ist das jedoch nicht.

An der Börse kamen die Informationen auch nicht besonders gut an.

Die Emmi-Papiere gaben rund 2 Prozent nach, selbst wenn andere Medien, welche der Zentralschweiz gegenüber positiv eingestellt sind, die Emmi-Resultate überschwänglich in den Himmel loben.

26.02.2026/kut.

Mager-Gewinn bei Milchverarbeiter Emmi

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