Lonza entledigt sich elegant viel Bilanz-Luft

Hauptsitz von Lonza in Basel mit Logo auf dem Gebäude
Lonza findet den Weg zu Wachstum zurück. (Bild: PD)

Der Pharmazulieferer Lonza findet nach der Corona-Pandemie zum Wachstum zurück. Ein Deal mit dem Basler Pharmariesen Roche hilft dabei stark.

Nach der Coronavirus-Pandemie fragten sich viele, was der Pharmazulieferer Lonza künftig machen wird, wenn Moderna kaum noch Coronavirus-Impfdosen braucht.

Das Management hatte lange keine Antwort, bis es zur Übernahme einer grossen Produktionsanlage in Kalifornien von Roche kam.

Deutlicher Gewinnsprung

Diese Akquisition schlägt sich in den Geschäftszahlen von Lonza deutlich nieder und hilft dem Pharmazulieferer auch sonst stark für die Zukunft.

Der Umsatz erhöhte sich im vergangenen Geschäftsjahr um 19,2 Prozent auf 6,5 Milliarden Franken, wie das Basler Unternehmen freudig bekanntgab.

Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit ging sogar um 36 Prozent auf 1,2 Milliarden Franken in die Höhe.

Der Konzerngewinn stieg sogar um 51 Prozent auf 909 Millionen Franken.

Immaterielles verschwindet

All dies gilt aber nur für das fortgeführte Geschäft um Auftragsfertigungen.

In der Jahresrechnung wurde der Bereich Kapseln und Nahrungsergänzungsmittel abgetrennt, weil er zum Verkauf steht.

Das bekommt Lonza ausgesprochen gut, weil dabei viel Luft, sprich immaterielle Vermögensgegenstände sowie Goodwill, aus der Bilanz verschwinden.

Lonza Bilanz 2025 für die fortgeführten Geschäftsbereiche
Lonza gliedert «Luft» aus der Bilanz fortgeführter Bereiche aus. (Screenshot: muula.ch)

Zwar steuerte der nicht mehr strategische Bereich nur rund 1,1 Milliarden Franken an Umsatz und 40 Millionen Franken zum Konzerngewinn bei.

Doch in der Segmentberichterstattung kommen 3,8 Milliarden Franken an «Assets» zum Vorschein, welche mit einem Verkauf aus den Büchern verschwinden würden.

Basel hilft Basel

Wie gut die Aussichten für Lonza nach dem Wegfall des Coronavirus-Impf-Geschäfts um Moderna sind, zeigte die Börsenreaktion.

Die Investoren hoben den Kurs der Lonza-Aktien nach Bekanntwerden der Geschäftszahlen 2025 gleich um rund 3 Prozent.

Der Basler Pharmakonzern Roche führte dabei den Basler Auftragsfertiger Lonza quasi auf den Wachstumspfad zurück, indem er die Produktion im kalifornischen Vacaville übertrug.

Und «Altlasten» um die Coronavirus-Pandemie verschwinden bei Lonza quasi klammheimlich.

30.01.2026/kut.

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