
Die Amag-Gruppe baut ihre Geschäfte trotz des schwierigen Marktumfeldes aus. Auch bei der Elektromobilität bleibt die Firma sehr zuversichtlich.
Die Amag-Gruppe, welche dem Unternehmer Martin Haefner gehört, hat sich 2025 wacker geschlagen.
Während der Markt für Personenwagen mit 233.737 Neuzulassungen deutlich unter den üblichen 300.000 Fahrzeugen blieb, erhöhte das Unternehmen den Umsatz um 2 Prozent auf 5 Milliarden Franken.
Höhere Absatzvolumen
Der Marktanteil stieg 2025 um 2,7 Prozentpunkte auf 32,1 Prozent, wie die Amag am Freitagnachmittag vor den Medien in Zürich bekanntgab.
Dies sei der zweitbeste Wert in der Unternehmensgeschichte, hiess es sichtlich stolz.

Die Umsatzsteigerung sei auf ein höheres Absatzvolumen sowie Mehrumsätze beim eigenen Retailgeschäft zurückzuführen, erläuterte Amag-CEO Helmut Ruhl auf Nachfrage von muula.ch die Entwicklungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Gerade die Mehrverkäufe bei VW um 6,4 Prozent auf 25.607 Fahrzeuge sowie bei Škoda um 5,6 Prozent auf 22.290 Autos könnten sich da sehenlassen.
Diverse Geschäftsaktivitäten
Insgesamt setzte die Amag im Jahr 2025 rund 75.000 Personenwagen ab, was einem Plus von 2,9 Prozent entsprach. Lediglich Audi verzeichnete einen Rückgang um 4,2 Prozent auf 17.225.
Doch die Amag ist noch in vielen weiteren Geschäftsbereichen aktiv.
Das Leasingportfolio verzeichnete 2025 ein moderates Wachstum gegenüber dem Vorjahr, hiess es etwa zu Finanzierungstätigkeiten.

Die Amag produziert sogar Strom, unter anderem für Grossanlagen bei Aldi, die Gotthard-Arena sowie für das Astra bei Yverdon.
Die Leistung etwa mit den Photovoltaikanlagen der zur Amag gehörenden Helion Energy betrug 52,4 GWh, was rund 290 Prozent mehr Strom darstellt, als alle von der Amag jemals importierten Elektroautos verbrauchen.
Günstiger Strom und Lademöglichkeiten
Bei Fahrzeugen sei sogar ein Elektroboom sichtbar, erklärte CEO Ruhl weiter.
Mit 16.508 verkauften Elektroautos baute die Amag ihre Spitzenposition in diesem Bereich aus und kam auf einen Marktanteil von 31 Prozent.
Um mehr Autos auf Elektroantriebe zu bringen, bräuchte es günstigen Strom sowie eine gute Ladeinfrastruktur. In diesen Bereichen könnte die Schweiz durchaus noch besserwerden, mahnte der Amag-CEO.
So könnte die Ladeinfrastruktur bei Stockwerkeigentümern und der Ausbau von Ladestationen in den Städten durchaus noch zulegen.
Zürich käme auf 16 öffentliche Lademöglichkeiten auf 10.000 Bewohner. In London seien es immerhin 28 und in Oslo betrage die Kennzahl 46, machte die Amag klar.
Optimistisch für Zukunft
Die Schweiz könnte generell auch wieder mehr Neuwagen vertragen, denn das Durchschnittsalter des Fuhrparks erhöhte sich mittlerweile von 9 auf 9,5 Jahre.
Zwar rechnet das Amag-Management für 2026 mit dem 7. Jahr in Folge von weniger Fahrzeugverkäufen im Gesamtmarkt als in einem «normalen» Jahr.
Doch die Amag-Gruppe werde mit ihren 7500 Mitarbeitern und 800 Lernenden ihre auf Wachstum ausgerichtete Strategie weiterverfolgen.
16.01.2026/kut.





