Nach Amerikanern wollen auch Franzosen viel Geld von Lindt

Schokolade von Lindt
Lindt muss sich in Paris vor Gericht verteidigen. (Bild: Y. Scheuber / unsplash)

Der Schokoladekonzern Lindt & Sprüngli kommt aus Rechtsproblemen nicht heraus. Franzosen streiten und wollen Kompensation für die Kulisse von Paris.

Der Hersteller von Premiumschokolade Lindt & Sprüngli hat weltweit viele Rechtsstreitigkeiten zu lösen.

Erst entdeckten Amerikaner zu viele Schwermetalle in Dunkelschokolade und klagten gegen den Kilchberger Konzern.

Herkunfts- statt Sortenbezeichnung

Lindt & Sprüngli einigte sich, doch dann gab es gleich das nächste Problem um die Dubai Schokolade, die ebenfalls zu Rechtsproblemen führte, weil die Bezeichnung irreführend war.

Dubai als Herkunftsbezeichnung ging letztlich nicht.

Lindt & Sprüngli lenkte rasch ein und nannte sein Produkt fortan Dubai Style Chocolade, um auf die Sorten- und nicht auf die Herkunftsbezeichnung zu verweisen.

Lichter geschützt

Nun beschäftigt die Schoggifirma wieder ein Rechtsstreit. Diesmal geht es um die Kulisse der Pariser Prachtstrasse Champs-Élysées, deren Beleuchtung in einem Werbespot auftauchte.

Doch diese Verwendung sei eine Urheberrechtsverletzung, klagte das Comité Champs-Élysées, und bekam vor Gericht einen Betrag von 500.000 Euro zugesprochen, wie französische Medien vermeldeten.

Das ist viel Geld und der Schokoladenhersteller muss dafür viele seiner Produkte verkaufen, um dies wieder hereinzuholen.

Letztlich weiss aber quasi jedes Kind, dass die Lichter um den Pariser Eiffelturm & Co. rechtlich geschützt sind, und beispielsweise nicht einfach im Internet verwendet werden dürfen.

Streit um Lizenzgebühren

Das Unternehmen, berühmt für Lindor-Kugeln und Werbung mit dem Tennisstar Roger Federer, wies ein allfälliges Vergehen gegenüber Medien aber weit von sich.

Lindt & Sprüngli habe zwar vor Jahrzehnten den Namen Champs-Élysées für eine Schokoladenlinie angemeldet, doch im Werbespot sei die Beleuchtung jahrelang dem Pariser Original zu ähnlich gewesen, was eine Urheberrechtsverletzung darstelle, befanden auch die französischen Richter.

Weil die Schweizer keine Lizenzgebühren zahlten, will das Comité nunmehr Geld zur Abgeltung seiner Investitionen in die Beleuchtung.

Wer sich hinter den Kulissen mit den Amerikanern einigt, kann wahrscheinlich auch in Europa eine Einigung finden, ohne dass es in Medien grosse Wellen schlägt.

20.02.2026/kut.

Nach Amerikanern wollen auch Franzosen viel Geld von Lindt

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