Zeitenwende beim Dental-Konzern Straumann

Zahnimplantate
Bei der Dentalfirma Straumann gibt es zahlreiche Personalwechsel. (Bild: J. Borba / unsplash)

Seit Jahrzehnten prägt Thomas Straumann den Implantatehersteller Straumann. Der Unternehmer zieht sich just zu einem Gewinneinbruch zurück.

Bei der Basler Dentalfirma Straumann stehen grosse Veränderungen an.

Nach mehr als 36 Jahren an Tätigkeit im Verwaltungsrat, darunter 12 Jahre als Präsident, werde Thomas Straumann sein Verwaltungsratsmandat an der nächsten Generalversammlung im April niederlegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Als Berater an der Seite

Der langjährige Patron werde in die Rolle des Ehrenpräsidenten wechseln, hiess es weiter.

Als Gründer der Straumann Group habe er die unternehmerischen, kulturellen und strategischen Grundlagen des Unternehmens gelegt und dessen Entwicklung über mehr als drei Jahrzehnte geprägt, würdigte die Dentalfirma die Arbeit.

Thomas Straumann werde dem Unternehmen eng verbunden bleiben und dem Verwaltungsrat weiterhin als Berater zur Verfügung stehen.

Familie weiterhin aktiv

Damit die Gründerfamilie aber weiterhin im Verwaltungsrat vertreten ist, schlage der Verwaltungsrat Sébastien Schatzmann, den Schwiegersohn von Thomas Straumann, zur Wahl vor.

Er sei ein erfolgreicher junger Unternehmer und bringe neben fundierter Finanz- und Geschäftsexpertise auch den Geist der nächsten Führungsgeneration mit.

Doch das sind nicht die einzigen News zum Generationenwechsel.

Ex-CEO im Aufsichtsgremium

Marco Gadola habe zudem entschieden, sich an der kommenden Generalversammlung nicht zur Wiederwahl zu stellen, teilte der Konzern weiter mit. Gadola war zunächst als Finanzchef, später als CEO tätig gewesen.

Seit 2020 war er Mitglied des Verwaltungsrats, seit 2024 zudem Vizepräsident.

Straumann nominiert Wolfgang Becker zur Wahl in den Verwaltungsrat. Er prägte die Straumann Group während 40 Jahren in verschiedenen Führungsfunktionen.

Gigantischer Gewinneinbruch

Gleichzeitg mit den Personalwechseln gab der Hersteller von Implantaten die Resultate für das Geschäftsjahr 2025 bekannt.

Der Umsatz legte um 4,1 Prozent auf 2,6 Milliarden Franken zu. Der Konzerngewinn brach um über 22 Prozent auf 358 Millionen Franken ein.

In der fast nur überschwellig, teils mit Fehlern formulierten Medienmitteilung ist davon allerdings keine Rede – eventuell bricht da in der Kommunikation auch bald ein neues Zeitalter an.

18.02.2026/kut.

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