
Die Uhrenmarke Omega erfüllt eine der wichtigsten Funktionen bei Olympischen Spielen. Alles begann vor fast 100 Jahren mit einem Koffer voller Stoppuhren.
Seit 1932 erfüllt die Uhrenmarke Omega, die zur Bieler Swatch Group gehört, die Zeitmessung bei Olympia.
Diese neutrale Funktion ist eine der wichtigsten Aufgaben während dieser Sportwettkämpfe, weil ansonsten Amerikaner, Russen, Chinesen & Co. die Zeitmessung zu ihren Gunsten beeinflussen würden, nur um auf den berühmten Siegertreppchen zu landen.
Skibergsteigen mit Debüt
Zum vierten Mal in der Geschichte finden derzeit die Olympischen Spiele in Italien statt. Diesmal fiebert die Welt in Mailand und Cortina den 116 Wettkämpfen in 8 Disziplinen entgegen.
Zu den legendären Wintersportarten wie Ski Alpin, Eisschnelllauf und Bobsport gesellen sich moderne Neuzugänge wie Snowboarden und Freestyle-Ski. Ausserdem feiert in diesem Jahr die Disziplin Skibergsteigen ihr olympisches Debüt.

Die ersten Goldmedaillen wurden auch bereits errungen, darüber entschied nicht zuletzt die Luxusuhrenmarke Omega.
Auf ihrem altbewährten Platz als Zeitmesser trägt das Unternehmen, das wieder mit dem legendären Pavillon um Stars & Ikonen vertreten ist, dazu bei, Sportgeschichte zu schreiben.
Mit 27 Stoppuhren angereist
Mit Stolz teite Omega mit, dass die Uhrenmanufaktor bereits seit 1932 diese wichtige Funktion inzwischen bei 32 Ausgaben der Olympischen Spiele rund um den Globus erfüllte.
Dies habe mit nur einem Uhrmacher und einem Koffer voller Stoppuhren begonnen, hiess es weiter.
1936 war Omega zum ersten Mal bei Olympischen Winterspielen offiziell für die Zeitmessung verantwortlich. Ein einziger Omega-Techniker erreichte Garmisch-Partenkirchen mit 27 Stoppuhren, um die Zeiten bei den verschiedenen Wettkämpfen zu messen.
Zuvor hatte die Marke bei den Olympischen Sommerspielen 1932 in Los Angeles bereits als erster offizieller Zeitnehmer überhaupt ihren Auftritt gefeiert.
Startpistole mit drei Funktionen
1948 kamen die fotoelektrischen Zellen von Omega erstmals bei den Olympischen Spielen zum Einsatz. Diese revolutionäre Technologie stoppt die Zeit an der Ziellinie automatisch und konnte so die unzuverlässigen Fähigkeiten des menschlichen Auges ersetzen.
Danach wurde die Zeitmessung immer weiter um Foto-Finish-Bilder über Bewegungssensoren verfeinert, wie das Unternehmen ausführt.
Selbst beim Betätigen der Starterpistole geschehen mittlerweile drei Dinge auf einmal: Es werden ein Lichtblitz ausgelöst, ein Startimpuls an das Zeitmessgerät übermittelt und ein akustisches Signal abgespielt.

2006 stattete die Bieler Uhrenfirma, die mit dem Modell Speedmaster weltberühmt wurde, die Athleten zum ersten Mal sogar mit speziellen Transpondern aus.
Bei den Olympischen Winterspielen in Turin kamen diese vor allem beim neu eingeführten Team-Verfolgungswettkampf im Eisschnelllauf an den Fussgelenken der Läufer zum Einsatz. Anhand der Funksignale konnte Omega spezielle Zeitmessungen vornehmen.
Sekundenbruchteile entscheiden
Mittlerweile sei aus der Ein-Mann-Zeitmessung eine vielseitige und kritische Aufgabe geworden, die Hunderte von Zeitnahmeexperten und Hunderte Tonnen an Ausrüstung erfordere.
Omegas Rolle sei für jedes einzelne Ergebnis entscheidend und diene jedem Athleten, jedem Punktrichter und jedem Zuschauer in jedem Sekundenbruchteil.
Und dies, seit bald 100 Jahren – weit ab vom eigentlichen Uhrengeschäft.
14.02.2026/kut.





