Pictet liefert solides Resultat

Logo von Pictet in Zürich an der Bahnhofstrasse
Die Privatbank Pictet hält den Gewinn konstant. (Bild: muula.ch)

Die Genfer Privatbank Pictet verwaltet so viele Kundengelder wie noch nie. Doch beim Eigenkapital gab das Geldhaus der Ultrareichen weiter markant nach.

Die Privatbank Pictet hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Erträge um 1,5 Prozent auf 3,21 Milliarden Franken gesteigert.

Das von Teilhabern geführte Geldhaus der Ultra- und Superreichen (UHNWI) legte auch beim Konzerngewinn leicht zu und kam unter dem Strich auf 667 Millionen Franken.

Viel neues Geld

Die Genfer Bank ist für die Kunden so attraktiv wie noch nie.

Die verwalteten beziehungsweise verwahrten Vermögen seien um 4,5 Prozent auf einen neuen Höchststand von 757 Milliarden Franken gestiegen, teilte die berühmte Privatbank am heutigen Dienstag zu ausgewählten Jahresresultaten mit.

Dies ist beachtlich, denn Assets in Dollar verloren in Schweizerfranken allein durch die Abwertung der US-Währung rund 10 Prozent an Wert.

Die Nettoneugelder der Bankengruppe beliefen sich 2025 auf rund 19 Milliarden Franken, nach 11 Milliarden Franken im Jahr davor.

Gleichlautende Formel

In einem dynamischen Marktumfeld habe das verwaltete Vermögen dank einer starken Anlageperformance und eines beträchtlichen Zuflusses an Neugeldern einen neuen Höchststand erreicht, was die Widerstandsfähigkeit und die anhaltende Stärke des langfristigen Geschäftsmodells unterstreiche.

Mit diesen Worten würdigte Senior-Teilhaber Marc Pictet die Ergebnisse. Die Resultate seien solide, wie das Geldhaus quasi stets gleichlautend erklärt.

Eigenmittel schrumpfen

Während die Einnahmen und Gewinne mit den UHNWI zulegten, gingen bei Pictet allerdings das Eigenkapital und die Gesamtkapitalquote weiter zurück.

Das Eigenkapital lag 2025 mit 3,28 Milliarden Franken rund 13 Prozent unter dem Vorjahresendwert. Bereits 2024 waren die Eigenmittel um rund 10 Prozent geschrumpft.

Pictet-Resultate 2023 und 2024
Pictet-Kennzahlen der Vorjahre 2023 und 2024 (Screenshot: muula.ch)

Die Gesamtkapitalquote lag 2024 bei 24,5 Prozent nach 29 Prozent im Jahr davor.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr gab der Wert nochmals 3,1 Prozentpunkte auf 21,6 Prozent nach.

Ausschüttung höher als Gewinn

Die Vorgabe seitens der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma lautet wohlgemerkt 12 Prozent.

Insofern kommt das 1805 gegründete Geldhaus Pictet bei der wichtigen Kennzahl noch auf einen viel höheren, als den vom Schweizer Regulator geforderten Wert.

Eigenkapitalbewegungen der Pictet-Gruppe 2024
Die Pictet-Gruppe schüttete 2024 viel Dividende aus. (Screenshot: muula.ch)

Wachstum und Gewinnausschüttungen drücken eben auf die Kapitalausstattung.

Allein im Geschäftsjahr 2024 flossen über 830 Millionen Franken an Dividenden bei dem verschwiegenen Geldhaus ab – deutlich mehr als der damalige Jahresgewinn.

Die Pictet-Eigentümer darben also nicht.

10.02.2026/kut.

Pictet liefert solides Resultat

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