Staatliche Forschungsausgaben legen um ein Viertel zu

Ein Forscher mit Schutzbrille im Labor
Viele Schweizer Forscher stocken ihre Pensen auf. (Bild: Thomas / pixabay)

Die Schweiz ist für ihre Spitzenforschung weltbekannt. Doch der Staat springt immer mehr in die Bresche, und dies für fleissigere Teilzeitforscher.

Der Schweizer Staat gibt immer mehr Geld für Forschung aus.

Die staatliche Mittelzuweisung für Forschung und Entwicklung erhöhte sich 2025 um 6 Prozent auf 8,2 Milliarden Franken, wie das Bundesamt für Statistik BFS zu den neuesten Entwicklungen bekanntgab.

Geld für Brüssel

Die Erhöhung sei insbesondere auf die Wiederaufnahme des Schweizer Beitrags zum EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizon Europe zurückzuführen, hiess es weiter.

Die staatlichen Mehrausgaben gehen also in andere Töpfe.

Doch die Schweizer Ausgaben des Staates für Forschung legten seit 2018 um rund 25 Prozent zu, wie aus der Grafik weiter hervorgeht.

Bundesbern greift also immer tiefer in die Taschen und gibt innerhalb weniger Jahre gleich mehrere Milliarden mehr für diesen Bereich aus.

Aufstocken der Arbeitspensen

Dabei stieg der Personalbestand binnen eines Vierteljahrhunderts markant, wie aus einer anderen Grafik hervorgeht.

Die Zahl der Vollzeitstellen erhöhte sich seit dem Jahr 2000 von rund 15.200 auf 37.640, was einem Plus von 150 Prozent entspricht.

Die Zahl der Forschenden stieg dagegen im gleichen Zeitraum von rund 43.200 auf 79.600, also um gut 85 Prozent.

Während sich im Jahr 2000 fast 3 Personen eine Vollzeitstelle teilten, sind es mittlerweile nur noch 2 Personen auf eine Vollzeitstelle – die Pensen wurden also aufgestockt.

Japan und USA günstiger

Im internationalen Vergleich gibt die Schweiz fast 1 Prozent des Bruttoinlandprodukts BIP für höhere Bildung um die ETHs & Co. aus, wie das BFS die Zahlen gleich mitlieferte.

Nur Dänemark liegt mit 1,07 Prozent des BIP noch darüber.

In Japan oder in den Vereinigten Staaten von Amerika sind es dagegen nur 0,38 und 0,37 Prozent des BIP.

Schlechter dürften diese Länder wohl kaum bei den Resultaten sein, und eventuell müsste die Schweiz einmal über die Bücher gehen.

Die ETHs verzocken staatliche Forschungsgelder beispielsweise an der Börse, wie muula.ch unlängst herausfand.

09.02.2026/kut.

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