
Trotz Konjunktursorgen in vielen Märkten der Ems-Gruppe laufen die Geschäfte gut. Es hat quasi immer Erfolg, zu helfen, Probleme für Kunden zu lösen.
Die von SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher geführte Ems-Chemie-Gruppe hat 2025 einen rückläufigen Umsatz verzeichnet.
Währungsumrechnung belastet
Belastet hätten sinkende Rohwarenpreise, welche in die Verkaufspreise einfliessen, und der starke Schweizerfranken, erklärte die Chefin am Freitag wieder höchstpersönlich in Zürich vor den Medien.
Der Umsatz, der zu rund 51 Prozent in Europa anfällt, ging um 5,7 auf rund 2 Milliarden Franken zurück.
Der Währungseffekt habe 3,4 Prozent betragen, hiess es weiter.
Margenstarkes Geschäft
Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit legte dennoch um 5,2 Prozent auf 567 Millionen Franken zu.
Unter dem Strich verblieb bei der Ems-Chemie mit Hochleistungspolymeren und Spezialchemikalien ein um 1,2 Prozent höherer Reingewinn bei 467 Millionen Franken.

Die ohnehin stattliche Ebit-Marge legte um 3,1 Prozentpunkte auf 29,1 Prozent zu.
Im Hauptgeschäft bei Hochleistungspolymeren, die in der Automobilindustrie, im Pharmabereich, bei Robotern, Drohnen & Co. zur Anwendung kommen, lag die Betriebsgewinnmarge sogar bei 30,1 Prozent.
Klar, wenn der Umsatz sinkt, steigen Margen automatisch. Doch die Ems-Chemie-Gruppe steigerte die Gewinne ebenfalls und die US-Strafzölle belasten praktisch nicht.
Ems schlägt Grossbank UBS
Die Umsatzrendite erhöhte sich 2025 um 1,6 Prozentpunkte auf 23,9 Prozent. Die Eigenkapitalquote lag bei hervorragenden 83 Prozent.
Die Eigenkapitalrendite blieb konstant bei 25,1 Prozent.
Von all solchen Zahlen können viele Schweizer Unternehmen nur träumen. Die Grossbank UBS kommt beispielsweise nur auf eine magere Eigenkapitalrendite von rund 8 Prozent.
Ausschüttung soll steigen
Für das Geschäftsjahr 2025 beabsichtigt der Verwaltungsrat, der Generalversammlung von Anfang August wieder die Ausschüttung einer ordentlichen Dividende und zusätzlich einer ausserordentlichen Dividende zu beantragen.
Insgesamt sollen so 18,40 (Vj: 17,25) Franken pro Aktie zur Ausschüttung gelangen.
Kunden sparen helfen
Im Hauptbereich der Hochleistungspolymere konnte EMS die erfolgreiche Strategie, welche bei den Kunden Kosten, Gewicht, Energie und CO2-Emissionen reduziert, fortsetzen.
Besonders in Asien lief es rund, erklärte Martullo-Blocher an der stets gut vorbereiteten Medienkonferenz.

Die enge, global abgestützte Entwicklungszusammenarbeit, sowie jahrzehntelange Erfahrung ermöglichen es EMS, auch bei neuen Anwendungen frühzeitig und flexibel auf Kundenbedürfnisse einzugehen, lautet das Erfolgsrezept.
Gemeinsam mit einem Kunden etwas zu entwickeln, werde fast zur Marktlücke, hiess es.
Industrielle Revolution steht an
Wie immer liess es sich die Ems-Chefin nicht nehmen, neue Produktanwendungen zu präsentieren.
Diesmal ging es um humanoide Roboter und Martullo-Blocher stellte einen Greifarm vor, der die Finger schon fast wie ein Mensch bewegen kann.
Keine Frage, dass da die nächste industrielle Revolution vor der Türe steht. Allen voran machten die Chinesen vorwärts.
Begeisterung für Trump verfliegt
Für das Geschäftsjahr 2026 geht EMS von einem weiterhin herausfordernden und geopolitisch verunsicherten Umfeld aus.
Die Begeisterung über US-Präsident Donald Trump, die vor einem Jahr bei Martullo-Blocher noch deutlich zu spüren war, ist mittlerweile Ernüchterung gewichen.
Auf ein Freihandelsabkommen der Schweiz mit den Amerikanern macht sich die konservative Politikerin auch auf absehbare Zeit keine Hoffnungen mehr.
Zuversichtlich für Ems
Handelskonflikte, regulatorische Eingriffe sowie Währungseinflüsse dürften die weltwirtschaftliche Entwicklung weiterhin beeinträchtigen, hiess es zum Ausblick.
An einen Wechsel der Konzernwährung von Schweizerfranken in Euro oder Dollar, wie es viele Firmen derzeit vornehmen, denkt die Ems-Gruppe aber dennoch nicht.
Für 2026 erwartet EMS erneut einen Nettoumsatz währungsbedingt unter Vorjahr und ein Betriebsergebnis leicht über Vorjahr.
Insgesamt sei sie für Ems mit der eingeschlagenen Firmenstrategie aber recht optimistisch, hiess es von Martullo-Blocher.
Kunden brauchen weitere Kostenverbesserungen, Energie- und Gewichtseinsparungen quasi immer.
06.02.2026/kut.





