Aussichten am Arbeitsmarkt hellen sich auf

Zwei Bauarbeiter vor einer Baustelle
Im Schweizer Baugewerbe sind besonders viele fleissige Hände gesucht. (Bild: pixabay)

In der Schweiz bessern sich sowohl der Beschäftigungsstand als auch die Beschäftigungsaussichten. Eine Branche glänzt dabei besonders.

Die Aussichten für den Schweizer Arbeitsmarkt stehen auf Besserung.

Der Beschäftigungsindikator des KOF Instituts der ETH Zürich erreicht im ersten Quartal 2026 einen Wert von 2,4 Punkten, nach 1,3 Punkten im Vorquartal.

Aufwärtsbewegung sichtbar

Nach seinem Höchststand Mitte 2022 war der Indikator über rund drei Jahre kontinuierlich gesunken und war im dritten Quartal 2025 erstmals seit der Coronavirus-Pandemie in den negativen Bereich gerutscht.

Mit dem aktuellen Anstieg setze sich die Erholung des Arbeitsmarktbarometers nun das zweite Quartal in Folge fort, teilte das KOF Institut am heutigen Montag zu den jüngsten Entwicklungen mit.

KOF-Beschäftigungsindikatior
Der Schweizer Arbeitsmarkt hat wieder rosige Zeiten vor sich. (Screenshot: muula.ch)

Der Beschäftigungsindikator enthält zwei Komponenten: den aktuellen Beschäftigungsbestand wie auch die Beschäftigungsaussichten.

Das Urteil von rund 4500 befragten Unternehmen zum aktuellen Beschäftigungsbestand verbessert sich demnach leicht und legte per Saldo um 0,3 auf 1,6 Punkte zu.

Mehr Einstellungen geplant

Der Saldo der Beschäftigungserwartungen für die kommenden drei Monate stieg hingegen um 2,0 auf 3,3 Punkte.

Der Anstieg des Beschäftigungsindikators ist damit vor allem auf die verbesserten Beschäftigungserwartungen zurückzuführen. Insgesamt rechneten mehr Unternehmen mit einem Stellenauf- als mit einem Stellenabbau.

Dabei dürften die Aussichten auf einen Zoll-Deal mit US-Präsident Donald Trump den grössten Einfluss gehabt haben.

Handel leidet

Trotz der gesamtwirtschaftlichen Aufhellung bleibe das Branchenbild aber uneinheitlich, erklärten die Konjunkturexperten weiter.

Im Handel blieben beispielsweise die Aussichten gedämpft, hiess es.

Der Beschäftigungsindikator für den Grosshandel sank im laufenden Quartal auf -11,1 Punkte nach -9,6 Punkten im Vorquartal. Im Detailhandel besserte sich die Situation zwar leicht, allerdings verblieb das Barometer noch bei einem negativen Wert.

Besserung im Gastgewerbe

Auch im Verarbeitenden Gewerbe blieb der Indikator im negativen Bereich, erholte sich jedoch von -11,5 Punkten auf -7,0 Punkte.

Im Gastgewerbe besserte sich die Lage ebenfalls leicht.

Bei den übrigen Dienstleistungen ist der Indikator mit 7,3 Punkten weiterhin positiv, nahm gegenüber dem Vorquartal jedoch leicht ab.

Lichtblick durch Nullzinsen

Im Baugewerbe setzte sich die positive Entwicklung dagegen fort.

Der branchenspezifische Indikator stieg von 9,5 Punkten auf 10,6 Punkte. Dies sei der höchste Stand seit über zwei Jahren, erklärte das KOF Institut.

Damit zeigt sich, dass es trotz konjunktureller Unsicherheiten und einem Zinsniveau auf null doch klare Lichtblicke in der Schweizer Volkswirtschaft gibt.

Ein Boom am Bau lässt den Arbeitsmarkt gedeihen.

02.02.2026/kut.

Aussichten am Arbeitsmarkt hellen sich auf

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