Laufschuhfirma On läuft der Co-CEO davon

Läufer mit Laufschuhen von On Running
Viele Läufer setzen auf Schuhe von On Running. (Bild: PD)

Beim Sportartikelhersteller On kommt es zu komplexen Änderungen. Sogar der Aktionärsbindungsvertrag wird wegen einer neuen Struktur angepasst.

Bei der Schweizer Laufschuhfirma On bleibt kein Stein auf dem anderen.

Die Führungsstruktur werde verändert, hiess es am heutigen Dienstag überraschend, und einer der Co-CEOs tritt ab.

CFO wird alleiniger Chef

Nach 12 Jahren erfolgreicher Führung habe sich Marc Maurer entschieden, On zu verlassen, um ein neues Kapitel in seinem Berufsleben einzuschlagen, erklärte der Sportartikelhersteller.

Es ist dabei unklar, ob der Abgang im Zusammenhang mit der starken Kritik steht, dass On die Schweizerflagge ausserhalb der Schweiz als Verkaufsargument benutzt, ohne in der Schweiz zu produzieren.

Der derzeitige Co-CEO und Finanzchef Martin Hoffmann übernehme jedenfalls die Rolle des alleinigen CEO, führte On weiter aus.

Seit dem Börsengang von On im Jahr 2021 hatten Hoffmann und Maurer die operative Führung gemeinsam inne.

Personalsuche eingeleitet

Der scheidende Co-CEO Maurer werde das zweite Quartal bis zum 30. Juni 2025 in seiner Funktion verbleiben.

In dieser Zeit würde Hoffmann weiterhin als Finanzchef fungieren und zusammen mit den anderen Partnern und der Geschäftsleitung die Suche nach einem neuen CFO abschliessen, erklärte die Firma zur Vorgehensweise.

Zudem ernannte das Unternehmen zahlreiche Kadermitarbeiter.

Die Gründer von On – David Allemann und Caspar Coppetti als Executive Co-Chairmen und Olivier Bernhard als Executive Board Member – würden aber unverändert die Produktorganisation von On leiten, beteuerte die Gesellschaft.

Aktionärsvertrag anpassen

Wie immer bei dem Sportartikelhersteller, wo Tennisstar Roger Federer engagiert ist, ist alles komplex und verwoben.

Nach seinem Ausscheiden aus einer aktiven Rolle bei On würde Maurer auch seine Stimmrechtsaktien der Klasse B verlieren und nach der Generalversammlung, die für den 22. Mai 2025 geplant ist, nicht mehr Partei der Aktionärsvereinbarung zwischen dem Unternehmen und den Partnern sein.

Börse geht auf Tauschstation

Während 36 Prozent seiner Aktien der Klasse B von den On-Gründern erworben würden, würden die restlichen 64 Prozent seiner Aktien der Klasse B (10.520.820) bei der nächsten Hauptversammlung zur Umwandlung in 1.052.082 Stammaktien der Klasse A vorgeschlagen, hiess es.

An der Börse kamen die Nachrichten gar nicht gut an. Die Titel der On Holding verloren über 2 Prozent.

01.04.2025/kut.

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