Schweizer Uhrenbranche gerät in Bewegung

Uhren der Marke Gallet
Breitling übernimmt die Uhrenfirma Gallet. (Bild: PD)

Mit Breitling und Panerei haben gleich zwei Uhrenmarken im Luxusbereich auf die Branchenkrise reagiert. Doch die Massnahmen sind unterschiedlich.

Es schleckt keine Geis weg, dass sich die Schweizer Uhrenindustrie in einer Krise befindet.

Doch die Reaktionen der einzelnen Unternehmen sind derzeit recht verschieden.

Reiselust im Fokus

So akquirierte die Luxusuhrenmarke Breitling einen Konkurrenten.

Breitling übernehme Gallet und markiere damit den Relaunch der Schweizer Uhrenmanufaktur für den frühen Fernreisenden, teilte die bekannte Uhrenfirma am Dienstagabend mit und bestätigte entsprechende Marktgerüchte.

Breitling habe damit den Grundstein für die Neulancierung der 1826 gegründeten traditionsreichen Uhrenmarke gelegt, hiess es weiter.

Gallet blicke auf eine lange Tradition im Bereich der Präzisionsuhren für frühe Fern-, Entdeckungs- und Abenteuerreisen zurück und positioniere sich nun als luxuriöse Schwestermarke von Breitling.

Aktiver Player bei Konsolidierung

«Mit dieser Akquisition vollzieht Breitling den nächsten Schritt im Rahmen seiner Expansion», erklärte Breitling-CEO Georges Kern den Entscheid.

Nach der Übernahme von Universal Genève im Jahr 2023 sei dies der zweite Wachstumsschritt.

Gallet war 1826 von Julien Gallet in La Chaux-de-Fonds gegründet worden.

Die Marke stellt robuste Zeitmesser für den Rennsport, die Luftfahrt und Geländeexpeditionen her und dies sei eng mit der eigenen Chronographen-DNA von Breitling verbunden, so die Hintergründe.

Der langjährige CEO Kern macht damit klar, dass er eine aktive Rolle in der Marktkonsolidierung spielen will.

Ablösen von erfolglosem Manager

Während die einen Marktteilnehmer mit Zukäufen agieren, machen andere Personalwechsel.

Die strauchelnde Luxusuhrenmarke Panerei, die zur Genfer Richemont-Gruppe gehört, tauschte den Chef aus.

Emmanuel Perrin werde ab 1. April die Uhrenmarke führen, hiess es in einem Communiqué des Luxusgüterkonzerns.

Der neue Manager für die Uhrenmarke Panerei arbeite bereits 33 Jahre für Richemont, unter anderem bei Cartier und Van Cleef & Arpels.

Perrin löst den seit 2018 erfolglos agierenden Jean-Marc Pontroué ab und soll die Marke wieder zu neuem Glanz erwecken.

Einige Modelle hatten in der Fangemeinde zuletzt nämlich nur Kopfschütteln ausgelöst.

Marktführung wiedergewinnen

Früher hatte die eigentlich in Italien lancierte Manufaktur Panerei aber die Uhrenbranche mit Innovationen angetrieben. Sylvester Stallone posierte mit einer Taucheruhr Luminor.

In Hollywood wollten dann alle Stars quasi nur noch Zeitmesser dieser Luxusmarke tragen.

Doch mittlerweile erzeugt die seit 1997 zur Richemont-Gruppe gehörende Luxusmarke vielerorts nur noch Mitleid. Taucheruhren sind beispielsweise kaum wasserdicht, lautet ein Kritikpunkt.

19.03.2025/kut.

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