Swiss reagiert auf Eskalation in Nahost

Ein Flugzeug der Swiss im Nachthimmel
Die Swiss ändert ihren Flugplan. (Bild: PD)

Die aktuelle Krise im Nahen Osten belastet den Flugverkehr, wie jenen der Fluggesellschaft Swiss. Doch nicht nur Ausweichrouten sind diesmal verbaut.

Die USA und Israel haben am Samstagmorgen die Islamische Republik Iran erneut angegriffen.

Das Regime um Religionsführer Ali Khamenei wehrt sich dagegen heftig und weitet den Konflikt auf die gesamte Nahost-Region aus.

Tel Aviv fliegt aus Flugplan

Kampfdrohnen versetzen selbst Touristen in Dubai sowie in Katar und Bahrain in Angst und Schrecken. Entsalzungsanlagen und Erdölförderstätten in Saudiarabien sowie der Flughafen von Kuwait wurden angegriffen.

Daher ist der reguläre Flugverkehr kaum noch aufrechtzuerhalten.

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss gab am Samstagmittag bekannt, alle Flüge nach und von Tel Aviv bis einschliesslich 7. März auszusetzen. Dies seien 14 Verbindungen in beide Richtungen, hiess es weiter.

Da infolge der aktuellen Situation zahlreiche Lufträume geschlossen seien, annulliere Swiss zudem die für Samstag und Sonntag geplanten Flüge von Zürich nach Dubai.

Riad und Dammam betroffen

Die Lufthansa-Gruppe, zu der die Premiumfluggesellschaft Swiss gehört, habe alle Flüge bis 7. März nach Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil und Teheran gestrichen, hiess es in einer Information für Passagiere.

Zudem würden die Fluggesellschaften die Lufträume über Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Katar, Iran und die Vereinigten Arabischen Emirate nicht nutzen.

Deshalb ist für die Lufthansa-Gruppe neben Dubai auch Abu Dhabi nicht mehr zu erreichen. Zudem strich Lufthansa die Verbindungen nach Riad und Dammam bis Sonntag.

Erdölpreis als Hochrisiko

Damit zeigt sich eine völlig neue Situation.

Ausweichrouten für Betroffene, die bei Unterbrechungen des Schweizer Flugverkehrs von und nach Israel und in den Libanon über Dubai, Abu Dhabi oder Riad bisher gut funktioniert hatten, stehen nun nicht mehr zur Verfügung.

Für die Flugbranche dürften aber bei einer längeren Krise nicht nur die Umsatzausfälle und Umbuchungen auf spätere Kapazitäten schmerzhaft sein, sondern auch ihr Hauptkostenfaktor, das Kerosin, dürfte teurer werden.

Geht der Erdölpreis zum Öffnen der Märkte am kommenden Montag stark nach oben, ist der globale Flugmarkt negativ getroffen.

Trump hilft Netanyahu

Der Angriff von den USA und Israel auf Iran – just während des Fastenmonats Ramadan an einem Samstag, an dem die weltweiten Börsen geschlossen sind – hat viele Beobachter doch überrascht.

Das iranische Regime sowie die Amerikaner verhandelten derzeit in Genf, um ein neues Agreement zu finden.

Inmitten dieser Verhandlungen entschied sich US-Präsident Donald Trump gegen den Rat seiner Berater und folgte Israels Premier Benjamin Netanyahu, der aber ohnehin nur seine historischen Ziele verfolgt.

Negativzinsen wahrscheinlicher

Geht der Erdölpreis durch die Decke, dürfte die Inflation in den USA deutlich ansteigen. Dies dürfte sich dann negativ für Trump auswirken und die Midterm-Wahlen für ihn gefährden.

Für den Schweizerfranken ist die Eskalation der Krise ebenfalls ein grosses Problem, weil die Landeswährung am Samstag umgehend weiter an Wert gewann und damit die Wahrscheinlichkeit von Negativzinsen steigt.

Die Schweizer Botschaft in Teheran sei geöffnet, hiess es von offizieller Seite, was auf eine Kurzzeit-Eskalation hindeutet. Normalerweise schliesst die Schweiz im Eskalationsfall diese diplomatische Vertretung.

28.02.2026/kut.

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