
Im sekundären Sektor sinken die Umsätze spürbar, doch die Beschäftigung bleibt fast konstant. Sie leidet dagegen bei einigen Dienstleistungen.
Die Schweizer Industrie leidet derzeit unter einer Flaute.
So gingen die Umsätze im 4. Quartal 2025 gegenüber dem Vorjahresquartal um hohe 6 Prozent zurück.
Bauwirtschaft gedeiht
Dies gab das Bundesamt für Statistik BFS zur aktuellen Konjunkturentwicklung am Dienstag bekannt.
Im gesamten sekundären Sektor, wozu neben der Industrie auch das Baugewerbe zählt, ging es bei den Umsätzen wenig dynamisch um 4,3 Prozent nach unten.
Dies lag daran, dass die Erlöse der Bauwirtschaft immerhin um rund 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zunahmen.
Mit den niedrigen Leitzinsen wird eben hier und da vermehrt gebaut.
Boom bei Immobilien
Im Dienstleistungsbereich, dem sogenannten tertiären Sektor, ging es weiter aufwärts. Die Umsätze mit Services legten im 4. Quartal 2025 um 1,5 Prozent zu.
Besonders gut lief es im Wirtschaftsabschnitt «Grundstücks- und Wohnungswesen», welcher mit +8,6 Prozent die höchste Umsatzzunahme aufwies.
Im Detailhandel erhöhten sich die Umsätze aber immerhin um 1,2 Prozent.
Der Wirtschaftsabschnitt «Verkehr und Lagerei» verzeichnete dagegen im 4. Quartal 2025 einen Umsatzrückgang von 4,9 Prozent. Manche Dienstleistungen, wie Immobilien und der Handel, boomen also. Doch andere leiden deutlich.
Die marktorientierten Branchen der Schweizer Wirtschaft wiesen im 4. Quartal 2025 laut dem BFS damit insgesamt einen Umsatzrückgang von 0,8 Prozent aus.
Stabile Belegschaften
Interessant ist dabei die Entwicklung der Beschäftigung.
Sie sank in der Schweizer Industrie trotz des hohen Umsatzrückgangs bloss um 0,7 Prozent, weil die Beschäftigung im Baugewerbe um 1,1 Prozent zunahm.
Insgesamt kam der sekundäre Sektor noch auf einen Beschäftigungszuwachs von 0,1 Prozent, obwohl die Geschäfte markant abnahmen.
Medienbranche leidet
Im tertiären Sektor stieg die Beschäftigung etwa im Handel um 0,4 Prozent.
Im Wirtschaftsabschnitt «Information und Kommunikation» sank sie dagegen mit 4,3 Prozent deutlich. Letztere Geschäfte litten im Gesamtjahr 2025 insgesamt stark. So betrug der Beschäftigungsrückgang im Verlags- und Medienwesen -6,1 Prozent und in der Telekommunikation -3,5 Prozent.
Zusammenfassend zeigt sich ein Bild der Schweizer Volkswirtschaft von sinkenden Verkäufen, aber von einem stagnierenden Arbeitsmarkt.
Die Unternehmen halten allerdings an den Belegschaften fest, während die Umsätze sichtbar zurückgehen.
10.03.2026/kut.





