
Die Schweizer Börse SIX hat zahlreiche Delistings zu verkraften. Nun kehrt ein wichtiges Bergbauunternehmen dem Finanzplatz den Rücken.
Der Aderlass bei gelisteten Unternehmen an der Schweizer Börse ist nicht von der Hand zu weisen.
Wie muula.ch regelmässig berichtet, verabschieden sich immer mehr Firmen von einer Börsenkotierung und sogar vom Finanzplatz Schweiz.
Auf Gesuch reagiert
Nun kehrt der britische Bergbau- und Rohstoffkonzern Anglo American der Schweizer Börse SIX den Rücken, wie der Regulierungsarm der Schweizer Börse SIX, die SIX Exchange Regulation SER, am heutigen Montag mitteilte.
Das Unternehmen mit Hauptsitz in London habe um das Delisting gebeten und die SER habe dies gewährt, hiess es weiter.
Sämtliche an SIX Swiss Exchange kotierten Stammaktien (ISIN GB00BTK05J60) mit einem Nennwert von je 0.6239 Doller würden dekotiert. SER habe dem Gesuch der Gesellschaft am 20. März 2026 entsprochen.
Zu aufwändig und zu teuer
Die Dekotierung erfolge per 26. Juni 2026, erklärte der grösste Schweizer Börsenplatz.
Letzter Handelstag bei SIX sei der 25. Juni.
Als Gründe für die Dekotierung gibt Anglo American die geringe Liquidität, den Aufwand sowie den besseren Handel an anderen Börsenplätzen an, wie aus dem Entscheid hervorgeht.
Klar, die Schweizer Börse hatte unlängst erst an der Gebührenschraube gedreht, und da schauen Unternehmen sicher genauer hin.
Fusionen oder Rausschmiss
Der Rückzug erfolgt nach zahlreichen anderen Firmen, wie General Electric GE, Lalique, Arundel oder etwa Caterpillar. Die Unternehmen brauchen zur Finanzierung die SIX offenbar gar nicht mehr.
Oder aber die Börse kann die Kotierung nicht mehr vertreten – und löschte das Börsenleben, wie bei der Thuner Solarfirma Meyer Burger, selbst aus.
Es kann aber auch sein, dass zwei Unternehmen fusionieren, und es wie bei den Versicherern Helvetia Baloise nur noch eine kotierte Firma bei der SIX gibt.
23.03.2026/kut.





