
Die Privatbank Pictet zeigt in einer Langzeitstudie, dass Investitionen in Schweizer Aktien immer rentieren. Anleger müssen aber zwei Dinge beachten.
Schweizer Aktien haben sich in den vergangenen drei Jahren deutlich erholt und sind zu ihrem langfristigen Trend positiver Renditen zurückgekehrt.
Aktien übertrumpfen Bonds
Mit einer Gesamtrendite von 17,8 Prozent in Franken und sogar 34,7 Prozent in Dollar schnitten Schweizer Aktien 2025 besser ab als viele globale Benchmarks.

Seit 1900 beläuft sich damit die durchschnittliche nominale Jahresrendite von Schweizer Aktien auf 6,8 Prozent, verglichen mit 3,9 Prozent bei Schweizer Staatsanleihen, rechnete die Genfer Privatbank Pictet diese Woche in einer neuen Langzeitstudie vor.
Rezessionen prallen ab
Legten Investoren einen Zeithorizont von 10 Jahren an den Tag, habe eine Anlage in Schweizer Aktien, die Anleger 1931 oder später tätigten, nie einen Verlust generiert, hiess es weiter.
Dasselbe gelte für eine Anlage, die 1909 getätigt und über einen Zeitraum von 14 Jahren gehalten wurde.

Investoren, die also über eine Dekade ihre Titel gehalten haben, verloren selbst in den grössten Krisen nie Geld.
Die gilt vom Ersten und Zweiten Weltkrieg über die Weltwirtschaftskrise der Dreissigerjahre, die Erdölkrise, die Dotcom-Blase, die Finanzkrise 2008, die Eurokrise bis hin zur Coronavirus-Pandemie.
Panikverkäufe vermeiden
Gerade in Zeiten, in denen Kriege die Welt wieder in Schach halten, müssen sich Investoren diese Grundsätze in Erinnerung rufen.
Für langfristig orientierte Anleger gebe es damit keine Alternative zu Aktienanlagen, mahnten die Vermögensexperten der Genfer Privatbank der Ultrareichen.
Geduld und Disziplin zahlten sich als zwei Eigenschaften aus – auch in den turbulentesten Zeiten des 20. und 21. Jahrhunderts, wird in der Studie klar.
Das Problem für Anleger bei Panikverkäufen ist nämlich, dass sie die Wiedereinstiegszeitpunkte verpassen.
Es ist laut zahlreichen Untersuchungen besser, in Krisensituationen nicht zu verkaufen.
Renditen oft zwischen 6 und 9 Prozent
Wer also 1900 etwa 1000 Franken in Schweizer Aktien angelegt hätte, könnte sich Ende 2025, also nach 126 Jahren, über fast 4 Millionen Franken freuen, rechnete Pictet als Beispiel ohne Gebühren oder Umschichtungskosten vor.
Bei Schweizer Obligationen hätten die 1000 Franken an Investment lediglich 1,25 Millionen Franken an Resultat ergeben, also deutlich weniger als mit reinen Aktieninvestments.

Mit einem ausgewogenen Portfolio aus Schweizer Aktien zu 60 Prozent und Schweizer Obligationen zu 40 Prozent hätten aber auch eher risikoscheue Anleger seit 1900 eine solide annualisierte Nominalrendite von 6 Prozent erzielt.
Eine 1912 oder später getätigte Anlage mit einer 10-jährigen Haltedauer hätte sogar immer positive Erträge abgeworfen und dies bei deutlich niedrigerer Volatilität als bei einem reinen Aktienportfolio (12 Prozent versus 19 Prozent).
Schweizer Aktien sind quasi immer top, selbst wenn es mal Rückgänge gibt.
05.03.2026/kut.




