
Immer mehr Menschen entdecken die Bergwelt der Jungfrau Region. Dadurch prosperiert die Jungfraubahn-Gruppe, die aber noch mehr erreichen will.
Die Jungfraubahn-Gruppe hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem exklusiven Tourismusanbieter gemausert.
Keine Bergdestination der Schweiz zieht mehr Besucher an.
Boom bei Erlebnisbahnen
Im Jahr 2025 legte die Besucherzahl um 3,2 Prozent auf über 3,9 Millionen auf einen neuen Rekordwert zu, wie die Jungfraubahn Holding am heutigen Donnerstag bekanntgab.
Auf das Jungfraujoch fuhren mit 1.056.600 Gästen in etwa so viele Feriengäste wie im Vorjahr auf den berühmten Berg. Das sind immerhin im Schnitt 3000 Personen pro Tag.
Doch bei den Erlebnisbahnen Grindelwald-First legte die Zahl der Ausflugsgäste gegenüber 2024 um 7,1 Prozent auf 760.000 und bei der Bergbahn Lauterbrunnen-Mürren (BLM) um 6,9 Prozent auf 478.500 Fahrgäste zu.
Stabilität beim Jungfraujoch
Einzig bei der Harderbahn sank die Zahl der Besucher um 4,5 Prozent auf 406.000. Im Wintersport zählte die Jungfrau Ski Region jedoch insgesamt 1.208.600 Skier Visits, was einem Plus von 5,2 Prozent zum Vorjahr entsprach.
Die Jungfraubahn-Gruppe profitiert also nach der Coronavirus-Pandemie von der wachsenden Reiselust.
Die Gruppenreisen befänden sich etwa beim «Top of Europe», also dem Jungfraujoch, wieder auf dem Niveau von vor der Coronavirus-Pandemie, erklärte das Unternehmen zu den Entwicklungen.
Wintersport floriert
Zudem sei weiterhin eine Zunahme bei den Gästen aus den USA sowie Brasilien festzustellen, und Indien sowie Südostasien wiesen eine stabile Nachfrage auf. Selbst Besucher aus China seien zu einem Grossteil zurück, hiess es zu dieser wichtigen Kundengruppe.
Vom Saisonstart bis zum 31. Dezember 2025 registrierte die Jungfrau Ski Region schon 244.300 Skier Visits, was einer Zunahme von 11,8 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode entsprach, und der beste Saisonstart in der Geschichte gewesen sei.
Höhere Betriebsgewinnmarge
Das Tourismusunternehmen ging mit seinem neuen CEO Oliver Hammel, der auf das Urgestein Urs Kessler folgte, über die Bücher und präsentierte zum heutigen Investorentag eine geschärfte Strategie.
Die Jungfraubahn-Gruppe strebt demnach bis 2030 eine noch höhere Rentabilität und noch höhere Dividendenausschüttungen an.
Die operative Marge auf Stufe Ebitda solle nachhaltig um 2 Prozentpunkte auf über 45 Prozent zulegen.
Roic über 10 Prozent
Die Umsatzrendite will Hammel und sein Team auf über 25 Prozent steigern. Bei den Dividenden soll die Auszahlungsquote zwischen 50 und 67 Prozent liegen, statt wie bisher zwischen 40 und 60 Prozent.
Neu hinzu kommt ein Ziel mit einer der wichtigsten Finanzkennzahlen überhaupt, der Rendite auf das eingesetzte Kapital Roic.
Dieser Wert soll über 10 Prozent liegen.
Noch Luft nach oben
Die Finanzziele sind alle durchaus erreichbar.
Im Jahr 2023, als viele Menschen nach der Coronavirus-Pandemie das Reisefieber packte und die Tourismusdestinationen sowie Transportdienstleister ihre Prozesse wieder im Griff hatten, erzielte die Jungfraubahn-Gruppe bereits eine Ebitda-Marge von 50,1 Prozent und eine Umsatzrendite von 28,6 Prozent.
Demnach könnten die Jungfraubahnen bei den strategischen Finanzzielen eventuell sogar noch höhere Höhen erklimmen, denn die Reiselust vieler Menschen auf der ganzen Welt ist und bleibt ungebrochen.
08.01.2026/kut.





